Lokalsport: PSV punktet, bleibt aber am Tabellenende

Lokalsport : PSV punktet, bleibt aber am Tabellenende

Der Fußball-Landesligist holt im Heimspiel gegen Arminia Klosterhardt einen Zähler. Nach 90 Minuten trennen sich beide Teams mit 0:0. Der Gastgeber hätte die Partie aber auch gewinnen und den letzten Platz verlassen können.

War das Glas nun halb leer oder doch halb voll? Björn Assfelder war sich da kurz nach Spielschluss noch nicht so sicher. "Einerseits ist das Ergebnis nach den vergangenen Wochen natürlich ein Erfolgserlebnis. Andererseits war heute aber auch mehr drin", sagte der Trainer des Fußball-Landesligisten PSV Wesel. Nach sechs Niederlagen in Folge erkämpften sich die Weseler am heimischen Molkereiweg gestern ein 0:0 gegen die DJK Arminia Klosterhardt. Um die Rote Laterne abzugeben, reichte der Punktgewinn nicht, auch wenn die Konkurrenz im Keller fast durchweg leer ausging.

Der Abstand auf den Relegationsplatz, auf dem Hamborn 07 steht, beträgt somit nur noch einen Zähler. Mit einem Sieg hätte sich der PSV bis auf den 15. Rang vorarbeiten können. Und das lag durchaus im Bereich des Möglichen, auch wenn Assfelder auf einige Stammkräfte verzichten musste. Immerhin meldete sich der angeschlagene Luis Blaswich rechtzeitig fit. Auf der Bank nahmen neben Keeper Yannik Brand und Routinier Admir Begic in Bastian Rupsch, Jona Sobotta und Robin Müller drei A-Junioren Platz.

"Ich hätte kein Problem damit gehabt, einen von ihnen zu bringen. Aber es gab auch keine große Veranlassung zum Wechseln, auch wenn der eine oder andere am Ende auf dem Zahnfleisch ging", sagte der Trainer, der in der Schlussphase nur Admir Begic für den glücklosen Nico Giese einwechselte und Eray Tuncel auf die rechte Seite beorderte. Von dort hätte Eray Tuncel fast den Siegtreffer vorbereitet, doch Necati Güclü konnte die scharfe Hereingabe nicht verwerten (85.).

Es war eine der besten, wenn nicht die beste Gelegenheit der Gastgeber, die zwar über weite Strecken etwas mehr vom Spiel hatten, sich aber schwer taten, den Ball in die gefährliche Zone zu bringen. Gerade in der ersten Hälfte hatten die Oberhausener deshalb auch die besseren Möglichkeiten. Schon nach vier Minuten kam DJK-Stürmer Ömer Akbel aussichtsreich zum Schuss. Sein Versuch geriet aber zu harmlos und war kein Problem für den selten geprüften Sebastian Kaiser im Weseler Tor.

Die beste PSV-Chance vor dem Wechsel bot sich Donovan Sadek, nachdem sich Necati Güclü auf der linken Seite durchgesetzt und in den Rückraum gepasst hatte, aber Arminia-Keeper Dominik Varlemann war auf dem Posten (31.).

"Wir waren meiner Meinung nach die etwas aktivere Mannschaft. Dass wir unsere Chancen nicht nutzen, ist aber leider auch nichts Neues. Im Vergleich zur zweiten Hälfte gegen Duisburg am vorigen Sonntag war das heute aber eine deutliche Steigerung", sagte der Weseler Übungsleiter.

PSV Wesel Kaiser - Tammer, Kürekci, Güclü, Sadek, N. Giese (84. Begic), Blaswich, Meis, Staude, Tuncel, Weinkath.

(RP)
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