Fußball: PSV lässt erneut zu viele Torchancen aus

Fußball : PSV lässt erneut zu viele Torchancen aus

Fußball-Oberligist verliert Heimspiel gegen TuRU Düsseldorf mit 1:2. Das Schlusslicht zeigt über weite Strecken gegen den Tabellensiebten eine couragierte Leistung und verpasst ein Remis am Ende nur knapp.

Roger Rütter stand noch einige Minuten nach dem Abpfiff mit einem kleinen Grüppchen seiner Schützlinge am Spielfeldrand. Die Kicker diskutierten mit dem Trainer des PSV Wesel über die entscheidenden Spielszenen und lamentierten allesamt über die guten Chancen, die der Fußball-Oberligist gestern gehabt hatte, um ein besseres Ergebnis zu erzielen. Das Schlusslicht stand am Ende zwar erneut mit leeren Händen da. Doch bei der 1:2 (0:1)-Heimniederlage gegen TuRU Düsseldorf bot der Neuling über weite Strecken eine couragierte Leistung.

Daher hielt sich die Enttäuschung beim PSV-Coach auch stark in Grenzen. Er wusste, dass bei konsequenterer Chancenverwertung durchaus ein Punktgewinn möglich gewesen wäre. Dazu reichte es zwar nicht. Doch Rütter lobte den mutigen Auftritt seines Personals, das sich fast über die gesamte Spielzeit exakt an seine taktischen Vorgaben gehalten hatte. "Es sind viele Dinge aufgegangen, die wir im Vorfeld besprochen hatten. Wir haben die Räume auf den Außenbahnen sehr eng gemacht", sagte Rütter.

Damit stellte der PSV den Gast zu Beginn vor große Probleme. Der Tabellensiebte hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz. Er schaffte es aber nicht, den stabilen Defensivverbund des PSV Wesel in ernste Gefahr zu bringen. Der Gastgeber setzte wiederum immer wieder Nadelstiche in der Offensive. Necati Güclü (12., 21.) besaß gleich zweimal die Möglichkeit, das Schlusslicht aus aussichtsreicher Position in Führung zu bringen. Er scheiterte aber jeweils knapp. Stattdessen markierte TuRU Düsseldorf mit dem ersten Torschuss in der 44. Minute die 1:0-Führung. Tobias Lippold zirkelte den Ball bei einem von Dario Floris verursachten Freistoß aus rund 25 Metern kunstvoll in den Winkel.

Der Rückstand beeindruckte den PSV Wesel aber kaum. Nach dem Seitenwechsel nahm er das Heft in die Hand und kam zu weiteren guten Gelegenheiten. Sebastian Eisenstein (57.) scheiterte nach Vorarbeit von Necati Güclü frei vor dem Gäste-Keeper. "Das Tor muss er machen. Das sind Dinger, die einfach wehtun", ärgerte sich Rütter. Das Schlusslicht lockerte danach seine Abwehrreihe und riskierte mehr. Das eröffnete der TuRU nun Räume. Der Gast kam jetzt selbst zu vielen guten Gelegenheiten. Nach einem Konter kassierte der PSV Wesel das 0:2 durch Robert Norf (70.). Nach einem haarsträubenden Fehler des Düsseldorfer Keepers, dem der glitschige Ball nach einer Ecke durch die Finger geglitten war, staubte Marian Michels (84.) zum 1:2 aus PSV-Sicht ab. Zwei Minuten vor dem Ende vergab Dennis Sengbusch aus 16 Metern die letzte gute Möglichkeit zum Ausgleich, der verdient gewesen wäre.

PSV Wesel: Leber - Grimm (75. Vos), Assfelder, Michels, Abel, Sanders, Floris, Cwiek (46. Eisenstein), Tuncel (75. Egeling), Sengbusch, Güclü.

(stgi)