Fußball: PSV II: Özbek denkt nicht an Abschied

Fußball : PSV II: Özbek denkt nicht an Abschied

Obwohl der Trainer des Fußball-Bezirksligisten PSV Wesel II einige Anfragen von anderen Vereinen hat, will er seinen Vertrag verlängern. Auf seine Mannschaft sieht Aycin Özbek in der Rückrunde noch ein hartes Stück Arbeit zukommen.

Am morgigen Freitag steht beim PSV Wesel die Jahreshauptversammlung an. Danach will der Verein die Trainerfragen der Fußball-Seniorenmannschaften für die kommende Saison diskutieren. Geht es nach Aycin Özbek, bleibt dann aber ohnehin alles beim Alten. Der Trainer des zweiten Teams, das in der Bezirksliga gute Aussichten auf den Klassenerhalt besitzt, hat zwar Anfragen von anderen Clubs. Er möchte dem PSV Wesel aber treu bleiben. "Es stimmt, dass es Interesse von außerhalb gibt. Ich fühle mich hier aber sehr wohl. Es macht großen Spaß, mit dieser Mannschaft zusammenzuarbeiten", sagt Özbek, der davon ausgeht, dass der Vorstand seine Arbeit ebenfalls zu schätzen weiß. "Der PSV ist wie eine Familie. Wir sind immer ehrlich miteinander umgegangen. Ich gehe davon aus, dass wir gemeinsam weitermachen."

Das wäre in der Tat keine Überraschung. Denn schließlich ist die Ära Aycin Özbek beim PSV Wesel II bislang eine Erfolgsgeschichte. Der Coach, der zu vielen Spielern ein fast freundschaftliches Verhältnis pflegt, trainiert die Mannschaft nun schon im vierten Jahr. Im Sommer 2011 feierte er mit dem Team den Aufstieg in die Bezirksliga. Und dort hat sich die PSV-Reserve mittlerweile etabliert. In der laufenden Saison belegt sie den sechsten Tabellenplatz. Der Vorsprung vor den Abstiegsplätzen beträgt beruhigende neun Zähler. Trotzdem warnt Özbek vor übertriebener Gelassenheit. "Die Rückrunde wird noch ein ganz hartes Stück Arbeit für uns. Wir müssen möglichst noch 18 Punkte holen, um den Klassenerhalt perfekt zu machen", meint er.

Die Entwicklung seiner Mannschaft bewertet Aycin Özbek dennoch überwiegend positiv. Besonders die Youngster im Team haben es dem Trainer angetan. "Spieler wie Luca van Rissenbeck, Ruben Schlebes, Robert Freudenthal oder Stephan Sleziona haben sich bislang toll entwickelt. Sie kamen im Sommer allesamt aus der A-Jugend und haben nun nach einem halben Jahr schon eine Menge dazu gelernt. Ich bin mächtig stolz auf sie", sagt Aycin Özbek.

Der Coach stellt den Nachwuchsspielern in den kommenden Monaten sogar noch mehr Einsatzzeiten in Aussicht. Das liegt zum einen an deren Potenzial. Zum anderen aber auch daran, dass der PSV Wesel II auf einige Stammkräfte verzichten muss. Nico Janzen verbringt aktuell einen Auslandsmonat in Thailand. Daniel Bruzinski ist beruflich stark eingespannt und kann momentan kaum trainieren. Das gilt auch für Orkay Güclü, der sich mit einer hartnäckigen Leistungsverletzung herumplagt. "Das sind alles wichtige Spieler für uns, die uns sehr fehlen werden", meint Aycin Özbek, der aber noch einen weiteren seiner Spieler ganz besonders vermisst. Florian Dallmann fällt nach seinem Kreuzbandriss noch für den Rest der Saison aus.

Die schwere Verletzung des Mittelfeldspielers war so etwas wie der Knackpunkt in der Hinrunde gewesen. Zuvor war der PSV Wesel II siebenmal in Folge ungeschlagen geblieben und hatte sogar an der Tabellenführung geschnuppert. "Dann hat sich Florian im Spiel gegen die SV Friedrichsfeld verletzt und wir haben prompt verloren. Danach sind wir in ein Loch gefallen", meint Özbek, der mit seinem Team am kommenden Sonntag mit dem Gastspiel bei den SF Königshardt in die Rückrunde startet. "Wenn wir gut organisiert sind, können wir auch dort etwas erreichen. Wir müssen insgesamt mehr Konstanz in unser Spiel bekommen. Dann werden wir auch diesmal die Klasse halten."

(RP)
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