1. NRW
  2. Städte
  3. Wesel
  4. Sport

Fußball: PSV gibt sich vor der Premiere entspannt

Fußball : PSV gibt sich vor der Premiere entspannt

Der Oberliga-Aufsteiger startet am Sonntag beim SV Uedesheim gleich mit einer richtungsweisenden Partie in die Saison. Denn der Gegner zählt ebenfalls zu den Abstiegskandidaten. Die Vorfreude ist dennoch groß.

Endlich ist es soweit. Oder ist es schon soweit? Der PSV Wesel startet am Sonntag mit dem Auswärtsspiel beim SV Uedesheim in das Abenteuer Fußball-Oberliga. Mit dem Anpfiff geht für den Aufsteiger die wohl kürzeste Sommerpause aller Zeiten zu Ende. Die Landesliga, in der der Verein zuletzt vier Jahre lang beheimatet war, nimmt ihren Spielbetrieb traditionell erst vier Wochen später auf. Auch deshalb war die Vorbereitung des PSV eher holprig. Doch das ist nun alles vergessen, wie Roger Rütter versichert. "Natürlich war die Vorbereitung zu kurz und alles andere als optimal. Jetzt verspüren wir alle aber nur noch Vorfreude. Denn jetzt wird uns so langsam erst bewusst, was wir in der vergangenen Saison geleistet haben", sagt der PSV-Trainer.

Vor der letzten Saison hatte wohl keiner in der Mannschaft damit gerechnet, dass man den Aufstieg in die fünfthöchste Spielklasse schaffen würde. Viele Urlaube waren deshalb bereits für den Juni und Juli gebucht. "Wir hätten natürlich alles umwerfen können. Aber andererseits hatten sich die Jungs die freie Zeit auch verdient. Wir haben aus der kurzen Vorbereitung das Beste gemacht", meint Rütter.

  • Lokalsport : Uedesheim schlägt Dormagen deutlich
  • Lokalsport : Lokalduell beim SV Uedesheim
  • Lokalsport : FC Zons überrascht in Uedesheim

Die Mannschaft absolvierte in den zurückliegenden vier Wochen ein Trainingslager in Velbert und zahlreiche Testspiele. Die Leistungen waren gut, aber nicht überragend. Auch deshalb, weil dem PSV oftmals nur elf gesunde Spieler zur Verfügung standen. Am Sonntag wird der PSV zwar 18 Mann an Bord haben. Das Verletzungspech hat den Neuling aber nach wie vor im Griff.

Er muss morgen neben den Langzeitverletzten Matthäus Cwiek und Marvin Schweds auch auf Jari Ecker, Valentin Leber und Neuzugang Niklas Egeling verzichten. Christopher Abel ist noch im Urlaub. Marcel Dahm stieß gestern zum Team, ist Sonntag aber noch nicht spielberechtigt. Da ist der Coach froh, dass er wenigstens wieder auf Kevin Kirstein und Marian Michels zurückgreifen kann. "Mir wäre aber ohnehin nicht bange gewesen. Wir wollten immer Jungs haben, die flexibel einsetzbar sind. Und die haben wir mittlerweile. Spieler wie Sebastian Eisenstein oder Dennis Sengbusch können auf bis zu vier Positionen agieren", meint Roger Rütter.

Das Ziel des PSV Wesel ist natürlich der Klassenerhalt. Doch wie schon im letzten Jahr beim Thema Aufstieg macht sich das Team auch diesmal keinen Druck. "Wir sind nicht der typische Oberligist. Alle müssen dazu lernen. Spieler, Trainer, der ganze Verein. Wir wollen uns die nötige Unbekümmertheit und Euphorie so lange wie möglich bewahren", sagt Rütter, der sich nach eigener Aussage vor allem auf die neuen Gegner und Sportstätten freut. "Ich bin entspannter als vor dem Saisonstart in der Landesliga. Wir wollen in der Oberliga alles aufsaugen. Dennoch müssen wir auch sehr akribisch arbeiten."

Für die morgige Premiere fordert der PSV-Coach vor allem Konzentration von der ersten Minute. Im letzten Testspiel gegen den Landesligisten Viktoria Heiden (6:0) leisteten sich seine Schützlinge trotz des klaren Resultates einige Fehler. Rütter weiß zwar über den SV Uedesheim kaum etwas. "Diese Patzer werden gegen einen Oberligisten aber definitiv bestraft", sagt er.

(RP)