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Lokalsport: PSV erwartet ambitionierten Aufsteiger

Lokalsport : PSV erwartet ambitionierten Aufsteiger

Fußball: Die Weseler treffen in der Landesliga auf den SV Scherpenberg, der kein gewöhnlicher Neuling ist. Das Team ist mit erfahrenen Spielern besetzt, die bereits höherklassig aufliefen. PSV-Trainer Björn Assfelder ist aber zuversichtlich.

Björn Assfelder kann bei seinen Schützlingen aus dem Nähkästchen erzählen. Am Sonntag erwartet der Trainer des Fußball-Landesligisten PSV Wesel mit seiner Mannschaft den Neuling SV Scherpenberg zum Heimspiel auf der Anlage am Molkereiweg, den er bestens kennt. Der Aufsteiger, der gespickt mit Routiniers ist, die unter anderem in der Oberliga gekickt haben, ist mit ambitionierten Zielen in die Saison gestartet. "Der Verein hat seine Ansprüche offen nach außen getragen. Daran muss er sich messen lassen. Gegen einige Spieler habe ich selbst noch gespielt", sagt der Weseler Trainer.

Der Neuling kam in dieser Spielzeit gut aus den Startlöchern. Er steht derzeit nach fünf absolvierten Begegnungen mit zehn Punkten auf dem fünften Tabellenplatz. Der PSV hingegen geriet zuletzt ins Straucheln, nachdem er eigentlich solide in die Saison gestartet war. Nach dem Auftaktsieg gegen die Sportfreunde Niederwenigern folgte ein Remis gegen die Spvgg. Sterkrade-Nord. Zuletzt kassierte das Team von Trainer Björn Assfelder allerdings drei Niederlagen hintereinander und rutschte in der Tabelle auf den 14. Rang ab.

Die Tatsache ist für Assfelder kein Grund, Alarm zu schlagen. Denn zwei von den drei Niederlagen waren aus seiner Sicht unnötig. "In diesen Partien hat zwar unsere Spielanlage gestimmt, doch wir haben viel zu wenig aus unseren Möglichkeiten gemacht", sagt Assfelder. In der Vorbereitung, in der der PSV ausschließlich gegen Bezirksligisten gespielt (außer bei der Stadtmeisterschaft) und alle Partien gewonnen hatte, sah das noch anders aus. "In den Testspielen haben wir uns mehr Chancen erarbeitet. Gegen höherklassige Kontrahenten ist das schwieriger und da müssen wir vor dem Tor wieder effektiver werden", sagt er.

Vergangene Woche verlor der PSV die Partie beim FC Kray deutlich mit 0:4. Während der Übungseinheit am Dienstag arbeitete die Mannschaft gemeinsam mit ihrem Trainer die Niederlage auf. "Ich habe die Fehler, die zu den Gegentoren geführt haben, aus meiner Sicht geschildert. Anschließend haben die Spieler aus ihrer Betrachtungsweise die Gründe für die Gegentreffer erläutert. Selbstreflexion ist ganz wichtig, um Lösungen zu finden", meint Assfelder.

Gegen Aufsteiger Scherpenberg soll vor allen Dingen wieder ein eigener Treffer gefeiert werden. Zuletzt erzielte der PSV in den vergangenen zwei Spielen kein Tor. Obendrein soll das taktische Verhalten in der Defensive verbessert werden. "Wenn wir das umsetzen, was wir uns vornehmen, wird es für Scherpenberg sehr schwer, uns zu schlagen", kündigt Assfelder an, dessen Personalsorgen allerdings nicht kleiner geworden sind. Pascal Bongers (Schambeinentzündung), Alpay Erdem (Grippe), Robin Müller (Klassenfahrt), Stephan Sanders (Kniebeschwerden), Tarek Staude (Urlaub) und Finn Tammer (Grippe) fallen aus. Hinter dem Einsatz von Eray Tuncel, der gegen den FC Kray einen Schlag aufs Knie bekommen hat, steht noch ein Fragezeichen. Donavan Sadek hat die Woche trainiert und ist wieder fit. Christopher Abel kehrt nach seiner Rotsperre ebenfalls in den Kader zurück.

(RP)