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Fußball: PSV: Ein Team entwickelt sich

Fußball : PSV: Ein Team entwickelt sich

Fußball-Landesligist bezwingt den zuletzt formstarken GSV Moers souverän mit 2:0 und lässt dabei noch einige Großchancen aus. Der Gastgeber überzeugt vor allem durch gute Defensivarbeit und überfallartige Konter.

Das alte Problem der Chancenverwertung beschäftigte Roger Rütter, Trainer des Fußball-Landesligisten PSV Wesel, auch gestern wieder. Doch die Schwäche, die insbesondere auf das junge Alter des stürmenden Personals der Mannschaft zurückzuführen ist, ist mittlerweile nahezu die einzige. "Wir haben verdient gewonnen. Im Abschluss waren wir aber wieder mal schlecht. Das muss man zugeben", sagte Rütter gestern nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg in der Heimpartie gegen den GSV Moers. Nichtsdestotrotz überwogen beim Auftritt gegen eines der besten Rückrundenteams die positiven Aspekte.

Schnelles Umschalten

Zum Beispiel, dass der PSV nun auch in der Lage ist, neue taktische Reize im Spiel umzusetzen. Der Gastgeber verteidigte gestern unheimlich kompakt und offensiv. Gerade die Außenspieler übten immer wieder viel Druck auf ihre ballführenden Gegenspieler aus. Nach Balleroberungen wurde das Mittelfeld schnell mit öffnenden Pässen in die Spitze überbrückt. Der Gegner wurde mit den zum Teil überfallartigen Kontern das ein ums andere Mal vor Probleme gestellt. "In Neukirchen haben wir das System das erste Mal gespielt. Es ist sehr laufintensiv und bei diesen Temperaturen nicht einfach umzusetzen. Das haben die Jungs aber sehr gut gemacht", freute sich Rütter.

In der 23. Minute war es gestern Sebastian Eisenstein, der den ersten gut zu Ende gespielten Konter über Daniel Schild zum 1:0 für den PSV Wesel abschloss. Acht Minuten später hatte Timm Golley den zweiten Treffer für den Gastgeber auf dem Fuß. Doch der Torjäger brachte das Kunststück fertig, den Ball nach schöner Vorarbeit von David Mittelstädt aus einem Meter über das leere Gehäuse der Gäste zu schießen. Der GSV besaß in der kompletten ersten Hälfte keine Torchance. Die kompakte Defensive des PSV gewährte den gegnerischen Angreifern kaum Freiräume.

Eisenstein der Matchwinner

120 Sekunden nach Wiederbeginn durfte dann auch PSV-Schlussmann Patrick Erhart einmal sein Können unter Beweis stellen, als er mit einer tollen Parade die beste und einzige Gelegenheit der Gäste vereitelte. "Wir haben wirklich kaum etwas zugelassen. Und wenn das Spiel am Ende 5:0 oder 6:0 ausgeht, darf sich Moers nicht beschweren", meinte Rütter, der damit Recht hatte. In der letzten halben Stunde übten sich seine Schützlinge wieder im Auslassen bester Tormöglichkeiten. Davon ausgenommen war hingegen gestern wieder einmal Sebastian Eisenstein (77.), der auch den zweiten Treffer des PSV erzielte und damit sein Torekonto weiter aufbesserte.

PSV Wesel: Erhart - Grimm, Vos, Pasinski, Kirsch, Kirstein, Mittelstädt, Cwiek, Eisenstein (82. Schuch), Golley (85. Klump), Schild (37. Weinkath).

(RP)