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Fußball: PSV: 1:4-Niederlage ist kein Grund zur Panik

Fußball : PSV: 1:4-Niederlage ist kein Grund zur Panik

Der Frust nach der verpatzten Heimpremiere in der Oberliga war bei den PSV-Kickern groß. Der Trainer bleibt aber gelassen. Denn er kennt die Gründe: Verletzungspech und die ungewohnt kurze Vorbereitung.

Die ersten 180 Minuten der neuen Saison sind gespielt. Für den PSV Wesel stehen nach zwei Partien immerhin drei Zähler auf der Habenseite. Als Aufsteiger könnte man mit dieser Ausbeute eigentlich zufrieden sein. Doch die Stimmung beim Fußball-Oberligisten war am Sonntagnachmittag nach der 1:4-Heimniederlage gegen den TuS Bösinghoven angespannt. Bestes Beispiel dafür war Kapitän David Mittelstädt, der schimpfte wie ein Rohrspatz und sich vor allem über die Entstehung der Gegentore ärgerte. Die Enttäuschung über die Niederlage zum Heimdebüt war verständlicherweise riesengroß. Die Mannschaft hatte sich vor der tollen Kulisse von 500 Zuschauern viel mehr vorgenommen.

Und dennoch ist nicht viel passiert. Der PSV hat nach zehn Siegen hintereinander in der Landesliga und dem Erfolg am ersten Spieltag in der Oberliga einmal wieder ein Spiel verloren. Daran wird sich das Team in dieser Spielzeit ohnehin wieder gewöhnen müssen. "Wir sind Aufsteiger. Das bedeutet, dass wir noch einige Partien in dieser Saison verlieren werden", weiß Roger Rütter. Der PSV-Trainer nahm die bittere Niederlage recht gelassen hin. Die zweite Halbzeit, in der der TuS Bösinghoven dem PSV Wesel am Sonntag deutlich die Grenzen aufgezeigt hat, wird das Team zwar noch einige Tage beschäftigen. In Panik wird man beim Aufsteiger deshalb aber nicht verfallen. "Wir haben die eine oder andere Klatsche schon im Vorfeld einkalkuliert. Die Mannschaft macht gerade jetzt zum Anfang der Saison eine schwierige Phase durch. Die kurze Vorbereitung, die vielen verletzten Spieler – das spielt alles eine Rolle", meint Rütter.

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Der Coach musste am Sonntag auf Stephan Sanders, Eray Tuncel, Neuzugang Marcel Dahm und Sebastian Eisenstein verzichten. Dadurch musste Marian Michels, der nahezu die komplette Vorbereitung verpasst hatte, die gesamten 90 Minuten durchspielen. Die eingewechselten Jari Ecker und Christopher Abel waren ebenfalls noch nicht wirklich fit. Der TuS Bösinghoven, der schon im Vorjahr in der Oberliga spielte und daher an die kurze Vorbereitung gewöhnt ist, nutzte seinen Fitness-Vorteil in der zweiten Hälfte eiskalt aus. "Einige Jungs bräuchten jetzt eigentlich eine Pause. Sie haben nach dem Aufstieg überhaupt nicht richtig abschalten können. Aber es geht ja jetzt Schlag auf Schlag weiter", sagt Roger Rütter.

Dem Trainer muss in den kommenden Wochen das Kunststück gelingen, seine Jungs im Training fit zu bekommen und sie gleichzeitig auf das nächste Spiel vorzubereiten. Das wird alles andere als einfach. Zumal auf den PSV noch andere Kaliber als der SV Uedesheim oder der TuS Bösinghoven lauern. Die Mannschaft hat ihre Zeit der Eingewöhnung aber verdient. Der Sprung von der Landes- in die Oberliga ist gewaltig. So bedenklich die Leistung in der zweiten Halbzeit gegen Bösinghoven auch war – in Panik muss deshalb niemand verfallen.

(RP)