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Fußball: Pokal: TuS Drevenack setzt Pleitenserie fort

Fußball : Pokal: TuS Drevenack setzt Pleitenserie fort

A-Ligist scheitert in der zweiten Runde am SV Spellen und kassiert dabei zwei Platzverweise. Hamminkelner SV verliert ersatzgeschwächt beim SV Biemenhorst. GW Lankern gewinnt zweistellig beim WSV.

Der Hamminkelner SV setzte seinen leichten Abwärtstrend in der Bezirksliga nun auch im Fußball-Kreispokal fort. Die Mannschaft scheiterte am Donnerstagabend in der zweiten Runde am A-Ligisten SV Biemenhorst und schied damit schon frühzeitig aus dem Wettbewerb aus. Bei der 0:2 (0:0)-Niederlage standen den ersatzgeschwächten Gästen allerdings auch zahlreiche Stammspieler nicht zur Verfügung. Neben den Langzeitverletzten musste der HSV noch kurzfristig auf die erkrankten Carsten Schneider und Jan Rother sowie die verletzten Julian Weirather (Leistenprobleme) und Jonas Kinder (Muskelfaserriss) verzichten. "Wäre es ein Meisterschaftsspiel gewesen, wäre es zumindest bei Julian sicherlich gegangen. Wir wollten aber vor der wichtigen Bezirksliga-Partie am Sonntag bei GW Lankern kein Risiko eingehen", sagte HSV-Coach Jörg Gonschior.

Seine neu formierte Mannschaft gestaltete die Begegnung beim SV Biemenhorst zumindest in der ersten Halbzeit noch ausgeglichen. Sie geriet aber nur 60 Sekunden nach Wiederbeginn mit 0:1 in Rückstand. Michael Nowack erzielte nach einem Stellungsfehler von Christian Buttenborg die Führung für die Gastgeber. In der Folge vergaben Firat Samhal, dessen Freistoß sein Ziel nur knapp verfehlte, und Tom Wirtz die größten Gelegenheiten zum Ausgleich für den HSV. Stattdessen gelang Matthias Gordzielik in der 75. Minute das 2:0 für den SV Biemenhorst. "Die Niederlage geht in Ordnung. Ich hatte darauf gehofft, dass unsere Akteure aus der zweiten Reihe sich in den Vordergrund spielen würden. Das war aber leider nicht der Fall", meinte Gonschior.

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Die TuS Drevenack setzte am Donnerstagabend ihre Negativserie auch im Pokal fort und ist damit ebenfalls ausgeschieden. Die Mannschaft von Trainer Frank Saborowski zog daheim im Duell zweier A-Ligisten mit 0:2 (0:1) gegen den SV Spellen Kürzeren. Zu allem Überfluss handelte sich das Team, das in der Liga bereits mittendrin im Abstiegskampf steckt, auch noch zwei unnötige Platzverweise ein. "Das passt leider zu unserer Situation. Schon vor dem Spiel hatten wir neun Ausfälle zu verzeichnen", sagte Saborowski.

Seine Mannschaft zeigte trotz der Niederlage eine ordentliche Leistung. Kevin Amerkamp hätte die TuS nach 20 Minuten sogar in Führung bringen können. Stattdessen landete wenig später eine eher harmlose Hereingabe von Talha Ören (38.) zum 1:0 für den SV Spellen im Drevenacker Tor. Kurz vor der Pause parierte TuS-Keeper Björn Decker einen Strafstoß. Nach dem Seitenwechsel erzielte Rico Schendel den vermeintlichen Ausgleich. Der Schiedsrichter hatte aber eine Abseitsstellung erkannt und gab den Treffer nicht. Darüber beschwerte sich Muhammed Öztürk so lautstark, dass er vom Referee die Rote Karte gezeigt bekam. Das 2:0 für die Gäste schoss Michael Kupke (50.). TuS-Akteur Derya Kisla sah noch die Gelb-Rote Karte.

Der Weseler SV war im Duell zwischen David und Goliath wie erwartet chancenlos. Der C-Ligist unterlag dem Bezirkligisten GW Lankern am Donnerstagabend mit 0:10 (0:4). "Ich hatte mir bereits im Vorfeld nichts ausgerechnet und habe einigen Akteuren eine Chance gegeben, die zuletzt nicht so oft gespielt haben. Dafür haben wir uns noch ganz ordentlich verkauft", sagte WSV-Coach Bernd Pagojus. Für seinen Gegenüber war die Partie "eine bessere Trainingseinheit" gewesen. "Wir haben das von Beginn an gut gemacht und auch in der Höhe verdient gewonnen", meinte Ulrich Kley-Steverding. Die Tore für sein Team markierten Frank Loskamp (8., 77.), Tobias Görkes (13.), Benedikt Klump (20.), Patrick Moschner (24.), Maximilian Venhuis (50.), Mark Schmitz (60., 83.), Jan van der Linde (64.) und Steffen Böing (80.).

(RP)