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Reiten: Peters schafft ersten US-Sieg in Aachen

Reiten : Peters schafft ersten US-Sieg in Aachen

Weltcup-Sieger Steffen Peters (USA) deklassierte beim CHIO in Aachen die Konkurrenz in der ersten Dressur-Prüfung. Der 44-Jährige, der aus Wesel stammt und in den 80er Jahren den Sprung über den Großen Teich wagte, gewann mit Ravel den Grand Prix CDIO mit 77,83 Prozent und lag klar vor dem Niederländer Hans-Peter Minderhoud mit Esquis Nadine (72,46). Es war der erste Sieg eines amerikanischen Dressurreiters beim größten Reitturnier der Welt. RP-Sportredakteur Joachim Schwenk sprach mit Steffen Peters, der sich bei Jo Hinnemann in Voerde auf das Turnier vorbereitet hatte.

Das war ein Auftakt nach Maß für Sie in Aachen.

Peters Ich hatte mir Hoffnungen auf eine gute Platzierung gemacht, aber nicht gedacht, dass ich so weit vorne liegen würde. Doch es hat alles wunderbar geklappt und bei den letzten Lektionen war ich mir dann sicher, dass ein so gutes Resultat herausspringen würde. Schließlich war es auch von den Punkten her das beste Ergebnis, das ich mit Ravel jemals in dieser Prüfung erzielt habe — wir waren sogar besser als beim Weltcup-Sieg in Las Vegas.

Und Sie haben als erster US-Dressurreiter überhaupt in Aachen gewonnen.

Peters Das macht diesen Erfolg natürlich noch wertvoller. Es war ein besonderes Erlebnis für mich, als erst im Dressur-Stadion und dann im großen Stadion in Aachen bei den Siegerehrungen die US-Hymne gespielt wurde. Da bleibt einem schon kurz die Sprache weg.

Die Vorbereitung bei Jo Hinnemann in Voerde hat sich somit ausgezahlt?

Peters Ich wusste, dass Ravel in einer sehr guten Verfassung war. Jo Hinnemann hat mir beim Training dann noch die eine oder andere kleine technische Anweisung gegeben, die den Unterschied ausgemacht hat.

Sie gelten jetzt am Wochenende als Favorit auf den Sieg im Großen Preis von Aachen.

Peters Natürlich will ich den Großen Preis nun auch gewinnen. Aber ich darf mich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Die niederländischen und deutschen Reiter werden sich so leicht nicht geschlagen geben. Die Konkurrenz ist stark, auch wenn Isabell Werth nicht dabei ist.

Ist der Dopingfall Werth ein großes Thema unter den Reitern?

Peters Natürlich wird darüber gesprochen. Das Turnier ist ohne Isabell Werth sportlich auch nicht das Turnier, das es in den letzten Jahren war.

(RP)