Lokalsport: Personaldecke des PSV immer dünner

Lokalsport : Personaldecke des PSV immer dünner

Fußball: Weseler Landesligist verzeichnet vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den SV Niederwenigern eine ganze Reihe von Ausfällen. Doch Trainer Björn Assfelder setzt auf die Kicker der zweiten Reihe und hat schon einen Plan.

Björn Assfelder ist froh, dass er im Vorfeld der Saison bei der Zusammenstellung des Kaders und bei der Verpflichtung von neuen Spielern auf ein wichtiges Kriterium geachtet hat: Vielseitigkeit. Die Schützlinge des Trainers beim Fußball-Landesligisten PSV Wesel sollten auf mehreren Positionen einsetzbar sein, falls im Laufe der Saison der Bedarf entsteht. Mittlerweile ist dieser Fall eingetreten, Assfelder kann sich über die flexiblen Akteure glücklich schätzen. Denn die werden benötigt. Auch am morgigen Sonntag (14.15 Uhr), wenn es zu Hause zum Rückrunden-Auftakt gegen die SF Niederwenigern geht. Der Coach muss allerdings zahlreiche Stammkräfte ersetzen. Die Langzeitverletzten Christopher Abel und Stephan Sanders kehren erst kommendes Jahr zurück. Admir Begic und Finn Tammer sind an einer Grippe erkrankt. Dennis Sengbusch nimmt Ende Dezember einen Termin beim Arzt wegen seiner Knieprobleme wahr. Nico Giese und Timo Giese sind beide im Urlaub. Luis Blaswich hat die Weisheitszähne gezogen bekommen. Sein Einsatz ist genauso fraglich wie der von Youngster Bastian Rupsch, der erkältete ist. Pascal Bongers ist ebenfalls nicht dabei. Alpay Erdem stieg erst Donnerstag wieder ins Training ein und ist vermutlich noch keine Option.

Björn Assfelder steckt aufgrund der äußerst dünnen Personaldecke aber nicht den Kopf in den Sand. Er vertraut seinen Schützlingen aus der zweiten Reihe, von denen einige zwangsläufig zum Zug kommen werden. "Das ist eine schwierige Situation, weil durch die vielen Ausfälle natürlich Qualität fehlt. Aber ich werde mir etwas einfallen lassen. Eine Idee habe ich schon, die aber noch nicht ganz ausgereift ist", sagt der Weseler Übungsleiter, der sich selbst noch mit einer Erkältung plagt.

Bereits beim 3:2-Sieg in der zweiten Runde des Kreispokals am vergangenen Mittwoch beim zwei Klasse tiefer kickenden A-Ligisten GW Vardingholt musste der PSV-Coach improvisieren, weil der Großteil seiner Mannschaft aus den genannten Gründen fehlte. Das knappe Resultat spielte für ihn dabei allerdings eine untergeordnete Rolle. "Wir haben gewonnen und sind damit in die nächste Runde eingezogen. Obendrein hat sich kein Spieler verletzt und nur das zählt für mich", sagt er.

Assfelder zollt dem kommenden Gegner, der in der Tabelle auf dem sechsten Rang steht, großen Respekt. "Niederwenigern ist eine technisch gut ausgebildete Mannschaft, dessen Kern schon lange zusammenspielt", sagt der Weseler Trainer.

Der Saisonverlauf beider Teams ähnelt sich sehr. Zu Beginn der Spielzeit kassierten die SF vier Niederlagen in Serie - unter anderem zum Auftakt das 0:1 gegen den PSV. Danach befreite sich das Team - genau wie die Lackhausener, die im Anschluss an den Sieg ins Straucheln geraten waren - aus dem Tabellenkeller.

(RP)
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