Oberligist SV Schermbeck unterliegt mit 1:2 gegen FC Brüninghausen.

Fußball : Unnötige 1:2-Niederlage für SV Schermbeck

Gegen den Abstiegskandidaten FC Brünninghausen enttäuscht der Oberligist über weite Strecken. Der Neuling agiert zu pomadig und leistet sich in der Defensive entscheidende Fehler.

Eine vermeidbare Niederlage kassierte Fußball-Oberligist SV Schermbeck gegen den FC Brünninghausen. Mit 1:2 (0:1) unterlag das Team von Trainer Thomas Falkowski gegen den abstiegsbedrohten Gegner und machte sich das Leben dabei selbst schwer.  So blieb nach diesem wenig überzeugenden Auftritt der erhoffte Sprung auf den fünften Tabellenplatz aus. 

„Diese Niederlage war komplett unnötig. Wir wussten, dass Brünninghausen entsprechend motiviert ins Spiel gehen würde. Doch dann ermöglichen wir unserem Gegner schon nach vier Minuten den Führungstreffer”, sagte ein enttäuschter Schermbecker Coach. Die Szene, die Falkowski ansprach, wirkte auf den SVS wie ein Schlafmittel. Mit einem langen Pass hatte Brünninghausens Robin Gallus seinen Stürmer Arif Et eingesetzt. Schermbecks Kevin Mule-Ewald hätte die Situation bereinigen können, verließ sich aber auf Keeper Cedric Drobe, der den Ball aber nicht mehr erreichte. Lachender Dritter war Et, der mit seinem 18. Saisontor die Führung für die Gäste erzielte. „Das sind Dinge, die mich maßlos ärgern. Danach konnte der Gegner sich hinten reinstellen, verschieben und das Spiel kontrollieren”, so Falkowski.

Beim Gastgeber lief in der Folge nur wenig zusammen. Die erste Hälfte war aus Schermbecker Sicht zerfahren. Die Zuspiele waren zu ungenau. Und die wenigen Szenen, die der SV Schermbeck hätte nutzen können, wurden nicht konsequent zu Ende gespielt. Lediglich Marek Klimczok strahlte mit einem Kopfball (14.) und einem Freistoß aus 20 Metern (34.), der knapp am gegnerischen Tor vorbeiging, Torgefahr aus. „In dieser Phase lief bei uns nicht viel zusammen. Wir haben viel zu planlos agiert”, sagte Falkowski. 

Das änderte sich nach dem Seitenwechsel. Schermbeck agierte nun deutlich entschlossener und erzielte prompt den Ausgleich. Dominik Milaszewski hatte von der rechten Seite geflankt, Brünninghausens Abwehr bekam keinen Zugriff auf die Situation und Marek Klimczok, in einer enttäuschenden Schermbecker Elf der beste Akteur, vollstreckte aus fünf Metern zum 1:1 (48.).

Danach folgte die stärkste Phase des Gastgebers, der nun den Druck hoch hielt und das Spielgeschehen bestimmte. Doch statt konsequent auf das Führungstor hinzuarbeiten, ließ sich die Defensive von einem weiteren langen Pass der Gäste düpieren. Der so in Szene gesetzte Florian Gondrum lief allein auf Drobe zu und ließ dem SVS-Torhüter keine Chance (67.). Falkowski versuchte alles und wechselte in Marc Schröter und Dennis Grodzik gleich zwei Stürmer ein (78.). Der Ausgleich aber fiel nicht mehr. „Wir haben die drei Punkte leichtfertig hergeschenkt”, sagte der Schermbecker Trainer.

(beck)
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