Oberligist SV Schermbeck tritt zum Nachholspiel bei den SF Siegen an.

Fußball : SVS freut sich auf Atmosphäre in Siegen

Der Oberligist tritt am heutigen Mittwochabend zum Nachholspiel beim ehemaligen Zweitligisten an. Der Neuling kassierte zuletzt zwar zwar zwei Niederlagen, geht aber dennoch mit breiter Brust in die Begegnung.

Auch wenn Fußball-Oberligist SV Schermbeck zuletzt zwei Niederlagen in Serie kassierte, bleiben sowohl Spieler als auch Verantwortliche beim Neuling gelassen. Keine Panik! Und das liegt vor allem daran, dass sie vor der heutigen Nachholpartie bei den SF Siegen, die um 20.30 Uhr angepfiffen wird, ganz genau wissen, woran das liegt. „Meine Spieler sind einsichtig und wissen, dass wir uns die letzten beiden Pleiten selbst zuzuschreiben haben”, sagt Trainer Thomas Falkowski.

Allerdings sitzt der Ärger vor allem über die Heimniederlage gegen Eintracht Rheine (1:2) noch immer tief. Auch wenn das Resultat keine Auswirkungen auf die Tabelle hatte, der SVS ist nach wie vor Sechster, so trauert Falkowski dem möglichen Sieg dennoch hinterher. „Wir haben eine halbe Stunde guten Fußball gespielt, aber vergessen, die Tore zu machen”, so der Coach. Und bei den beiden Gegentreffern war die gesamte Mannschaft nicht wach genug. „Wir müssen das abstellen und in Siegen konzentrierter agieren. Dann bin ich überzeugt, dass wir etwas Zählbares mitnehmen werden”, sagt der Trainer.

Die Aufgabe könnte aber deutlich schwerer werden als zuletzt gegen wenig überzeugende Gäste aus Rheine. Schon im Hinspiel taten sich die Schermbecker lange Zeit schwer gegen einen spielstarken Kontrahenten, der auf Zeiten in der Zweiten Bundesliga zurückblicken kann. Erst ein in der Nachspielzeit verwandelter Elfmeter von Marc Schröter bescherte dem Gastgeber damals einen Punkt. „Unser Gegner verfügt über quirlige Spieler, die das Tempo hochhalten können. Die Siegener können richtig gut Fußball spielen. Wir müssen aufpassen, dass sie nicht ins Rollen kommen”, so Falkowski.

Personell kann der SVS-Coach nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich die Langzeitausfälle Benedikt Helling (Entzündung im Sprunggelenk) und Marc Schröter (Aufbautraining) werden nicht mit von der Partie sein. Der schmerzlich vermisste Schröter wird aber voraussichtlich zum Saisonendspurt wieder fit sein. Die eineinhalbstündige Anreise ins Siegerland bezeichnet Falkowski zwar als „nicht optimal“. Doch er verweist auf das Stadion, die besondere Atmosphäre eines Flutlichtspiels und auf die zu erwartende Kulisse und die damit verbundene Stimmung. „Das ist ein bisschen wie Champions League”, sagt der Schermbecker Trainer und fügt hinzu. „Außerdem gibt es doch nichts Schöneres, als nach einer solchen Begegnung mit einem Sieg nach Hause zu fahren. Dazu müssen wir aber wieder einmal über die gesamten 90 Minuten hochkonzentriert agieren.”

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