Oberligist SV Schermbeck tritt bei der TSG Sprockhövel an

Fußball : Für den SV Schermbeck ist Rang acht das Minimalziel

Der Oberligist strebt die Qualifikation für den Westfalenpokal an, die sich der Neuling mit einem Platz unter den besten Acht sichern würde. Dafür will die Mannschaft bei der TSG Sprockhövel etwas Zählbares mitnehmen.

Mit der erstaunlichen Zwischenbilanz von 42 Punkten dem Fußball-Oberligisten SV Schermbeck schon vor Wochen der vorzeitige Klassenverbleib gelungen. In den noch ausstehenden beiden Saisonspielen geht es nun für Trainer Thomas Falkowski und sein Team darum, die Bilanz weiter zu verbessern, bester Aufsteiger zu bleiben und mindestens Platz acht zu belegen, um sich für den Westfalenpokal zu qualifizieren.

Die erste von zwei Gelegenheiten dazu bietet sich am Sonntag ab 15 Uhr im Auswärtsspiel bei der TSG Sprockhövel. „Das wird allerdings eine schwierige Partie für uns”, sagt Falkowski. „Wir werden alles in die Waagschale werfen müssen, wenn wir dort bestehen wollen.”

Ein Blick auf die Tabelle verdeutlicht, warum der Trainer mit Respekt an die Aufgabe gehen wird. Der Gastgeber liegt noch drei Punkte besser als der SVS. Allerdings hat der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen nun das Urteil gesprochen und dem SVS nach dem 0:3 in Hamm die Punkte zugesprochen. Hamm hatte einen nicht spielberechtigen Akteur eingesetzt, besitzt nun aber noch drei Tage Widerspruchsfrist.

Thomas Falkowski sieht seine Elf in Sprockhövel auf jeden Fall in der Außenseiterrolle. „Allein schon, weil das Spiel auf dem für uns ungewohnten Kunstrasen ausgetragen wird. Wir haben unsere Trainingswoche deshalb darauf abgestimmt“, sagt der SVS-Coach.

Natürlich warnt er auch vor den sportlichen Qualitäten des Gegners. Vor allem die offensive Variabilität der Sprockhöveler, die seit fünf Begegnungen ungeschlagen sind, bereiten dem Trainer etwas Sorgen. „Da agieren einige Spieler mit rasant hohem Tempo, die zudem noch extrem kombinationssicher sind”, sagt Falkowski. „Und in Sachen Umschaltspiel gehören sie zu den besten Mannschaften der Liga.” Das musste bereits Aufstiegsaspirant TuS Haltern erfahren, der in der Hinrunde bei der TSG mit 0:5 unter die Räder kam.

Der Blick auf die personelle Situation der Schermbecker verbreitet derzeit wenig Freude. Neben den beiden Langzeitverletzten Benedikt Helling (Entzündung im Sprunggelenk) und Gökhan Turan (Schulterverletzung) werden sicher auch Aldin Hodzic und Kevin Mule-Ewald fehlen, nachdem beide im verlorenen Heimspiel gegen den FC Brünninghausen (1:2) jeweils ihre zehnte Gelbe Karte gesehen hatten.

„Da werden wir unseren Defensivverbund schon gewaltig umbauen müssen”, sagt Falkowski, der zudem noch um die Einsatzmöglichkeiten von Maik Habitz, Patrick Rudolph, Marek Klimczok und Kilian Niewerth bangen muss. Alle vier SVS-Fußballer plagten sich unter der Woche mit kleineren Verletzungen herum.

„Wir haben dennoch einen Plan, um zu punkten. Dazu brauchen wir aber neben 100 Prozent Konzentration auch eine Menge Leidenschaft“, sagt der Schermbecker Trainer.

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