Oberligist SV Schermbeck tritt bei der Hammer SpVg an.

Fußball : SV Schermbeck will die 40-Punkte-Marke knacken

Mit einem Sieg beim Tabellenvorletzten Hammer SpVg kann der Oberliga-Neuling auch die letzten Zweifel am Klassenerhalt ausräumen. Trainer Thomas Falkowski warnt aber vor den Qualitäten des Gegners.

Wenn die Faustregel stimmt, dass 40 Zähler zum Klassenverbleib ausreichen, dann fehlt Fußball-Oberligist SV Schermbeck gerade mal noch ein Pünktchen, um das selbstgesetzte Ziel für die Aufstiegssaison zu erreichen. Fünf Spiele bleiben der Mannschaft von Trainer Thomas Falkowski noch, um diese Marke zu knacken. Doch der Schermbecker Coach wünscht sich schon für das Gastspiel bei der Hammer SpVg am Sonntag um 15 Uhr das entscheidende Erfolgserlebnis. Und das am liebsten in Form eines Sieges.

„Wir wollen mit einem positiven Ergebnis alles klar machen. Wenn wir das Thema Abstieg frühzeitig abhaken wollen, müssen wir wieder Wille, Leidenschaft und Konzentration zeigen. Und wir müssen hellwach sein. Ich erwarte ein heißes Spiel”, sagt Falkowski. Der Grund, warum es schon am Sonntag klappen soll, liegt auf der Hand. Die Hammer SpVg belegt derzeit den vorletzten Tabellenplatz und steht mit dem Rücken zur Wand. Der Druck in Hamm ist hoch, das weiß auch Falkowski. „Das ist ein angeschlagener Boxer”, sagt er und verweist trotz der eher bescheidenen Position auf die Qualitäten der gegnerischen Mannschaft. „Die Spielvereinigung verfügt über eine hohe individuelle Klasse und müsste in der Tabelle eigentlich im oberen Drittel zu finden sein. Warum sie gegen den Abstieg kämpft, versteht niemand so wirklich.”

Doch weit mehr als auf den Gegner will der Schermbecker Trainer auf die eigene Mannschaft schauen. Die hat zuletzt in der Art und Weise, wie sie Fußball gespielt hat, vieles richtig gemacht. Der SVS präsentiert sich in der Rückrunde deutlich sattelfester als noch im Herbst des vergangenen Jahres, auch wenn das Ergebnis nicht immer in einem nachvollziehbaren Verhältnis zum Ertrag steht. Wie zuletzt im Heimspiel gegen den TuS Ennepetal, als die Schermbecker vieles richtig machten, aber immer wieder am starken gegnerischen Keeper scheiterten. „Das derzeitige Auftreten meiner Mannschaft stimmt mich zuversichtlich für die Aufgabe am Wochenende. Der Gegner muss und wir können erfolgreich sein. Deshalb werden wir mit kühlem Kopf und viel Geduld arbeiten”, so Falkowski.

Auch wenn einige seiner Akteure unter der Woche kleinere Blessuren auskurieren mussten, so kann der Schermbecker Coach personell nahezu aus dem Vollen schöpfen. Malte Grumann wird nach seiner Gelbsperre am Wochenende wieder dabei sein. Und auch Marc Schröter ist in Sachen Reha schon wieder eine Woche weiter, wohl aber noch keine Option für die Startelf. Sicher fehlen werden lediglich die beiden Langzeitverletzten Benedikt Helling (Entzündung im Sprunggelenk) und Gökhan Turan (Schulterverletzung), die in dieser Saison wohl nicht mehr zum Einsatz kommen werden. „Wir werden gut vorbereitet nach Hamm fahren. Doch nur, wenn wir dort Punkte einsammeln, bin ich bereit, über neue Ziele zu sprechen”, sagt Falkowski.

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