Oberligist SV Schermbeck empfängt Rot-Weiß Ahlen.

Fußball : SV Schermbeck will seine beeindruckenden Serien fortsetzen

Der Oberligist ist seit fünf Spielen unbesiegt und seit 271 Minuten ohne Gegentor. Am morgigen Sonntag trifft der Neuling auf Rot-Weiß Ahlen. In der Offensive plagen Trainer Thomas Falkowski Personalsorgen.

Fußball-Oberligist SV Schermbeck liefert derzeit überzeugende Fakten ab. Der Aufsteiger steht auf dem siebten Tabellenplatz, ist seit fünf Begegnungen unbesiegt und erwischte mit zwei Siegen einen perfekten Start ins neue Jahr. Mehr noch: Seit 271 Spielminuten ist der SVS auch ohne Gegentor und kann bei zwei noch ausstehenden Nachholspielen diese Zwischenbilanz sogar noch weiter verbessern.

Dennoch warnt Trainer Thomas Falkowski vor dem Heimspiel gegen RW Ahlen am morgigen Sonntag um 15 Uhr mit Nachdruck davor, diese Zahlen zu überschätzen und daraus eine gefährliche Zufriedenheit abzuleiten. „Die Momentaufnahme ist schön, aber sie ist auch sehr fragil. Wir wissen alle, wie trügerisch die Tabelle derzeit ist“, sagt der Coach.

Tatsächlich trennen den Neuling vom ersten Abstiegsrang gerade einmal sechs Punkte. „Da steht man mit zwei Niederlagen in Folge ganz rasch wieder unten”, so Falkowski. Und deshalb wollen er und sein Team im morgigen Heimspiel alles daran setzen, um die beeindruckenden Serien fortzusetzen und im Kampf um den Klassenverbleib weitere Punkte einzusammeln. „Ein Erfolg gegen Ahlen wäre ein Riesenschritt. Dazu müssen wir aber an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen”, sagt er.

Die Auftritte in Erndtebrück (0:0), gegen Holzwickede (1:0) und in Gütersloh (1:0) waren vor allem in der Defensive höchst überzeugend. Nicht allein deshalb, weil der SVS in drei aufeinanderfolgenden Begegnungen zu Null spielte, sondern auch, weil die Schermbecker Abwehrreihe dem Gegner kaum echte Torchancen gewährte. Und das soll auch gegen die Gäste aus Westfalen nicht anders sein. Denn auch, wenn Ahlen sein letztes Spiel gegen Erndtebrück mit 2:6 verloren hat, so gestaltete das Team die Partie eine Stunde lang offen.

Überhaupt haben sich die zwischendurch kriselnden Rot-Weißen wieder gefangen und mit einigen guten Ergebnissen aufhorchen lassen. Vor allem in der Offensive ist das Team aus Ahlen richtig gut besetzt. „Da gibt es einige Spieler von hoher individueller Qualität, die ein Spiel allein entscheiden können”, sagt Falkowski.

Der Krankenstand beim SVS macht dem Coach noch Sorgen. Gegenwärtig fallen Marc Schröter (Handgelenksbruch) und Benedikt Helling (Sprunggelenk) weiterhin aus. Und Gökhan Turan wird trotz Rückkehr ins Training nach seinem Knorpelschaden noch keine Alternative für die Startelf sein. Zudem fehlen Aldin Hodzic (gesperrt) und Malte Grumann, der grippebedingt absagen muss. „Wir haben im Offensivbereich personelle Probleme”, sagt Falkowski, bleibt aber mutig: „Wir werden deshalb in der Abwehr keinen Beton anrühren.”

(beck)