Oberliga-Neuling SV Schermbeck spielt überzeugende Saison.

Fußball : SV Schermbeck überzeugt im Kollektiv

Der Neuling in der Oberliga beendet die Saison mit einem nicht zu erwartenden sechsten Rang. Trainer Thomas Falkowski hebt dabei vor allem das gute Zusammenspiel von Funktionären und Mannschaft hervor.

Wer will es Thomas Falkowski verdenken, dass er mit der zurückliegenden Spielzeit hochzufrieden ist? Der Trainer des Fußball-Oberligisten SV Schermbeck hat mit seinem Team als Neuling ein Ergebnis erreicht,  mit dem selbst kühne Optimisten kaum gerechnet hätten – 48 Zähler bedeuteten am Ende Rang sechs.

„Vom Vorstand über Trainer, Spieler bis hin zu den Betreuern haben wir in der vergangenen Saison offenbar nicht so viel falsch gemacht. Und als Sahnehäubchen haben wir die Qualifikation für die erste Runde im Westfalenpokal geschafft”, sagt der Coach. Er darf stolz darauf sein, was seine Mannschaft da abgeliefert hat. Zum Vergleich: Der 1. FC Gievenbeck lag im Aufstiegsjahr 13 Punkte vor dem SVS, muss aber nach nur einem Jahr wieder den Gang zurück in die Westfalenliga antreten. „Für mich ist das aber lediglich ein Beleg, wie ausgeglichen diese Oberliga-Saison war”, sagt Falkowski.

Nach einer Hinrunde, in der das Team 20 Punkte holte und damit exakt im Plan lag, gelang nach der Winterpause eine Siegesserie von fünf gewonnenen Partien. „Da war mir eigentlich schon klar, dass damit der Grundstein für eine weitere Oberliga-Saison gelegt ist”, so Falkowski. Beim SVS ließ anschließend, womöglich aufgrund der Erfolge, ein wenig die Konzentration nach und Spiele wurden gleich in Reihe verloren. Doch scharfe Worte, vor allem nach dem 1:3 in Paderborn, brachten das Falkowski-Team wieder in die Spur. „Spätestens nach dem Sieg gegen Spitzenreiter Schalke 04 war der entscheidende Schritt gemacht”, sagt der Schermbecker Trainer.

Dabei hatte sich das Gesicht der Mannschaft nur unwesentlich verändert. Von den fünf Neuzugängen schafften lediglich Torhüter Cedric Drobe und Gökhan Turan den Sprung in die Stammformation. Für die kommende Spielzeit bemüht sich der SVS nicht nur,  das Team in weiten Teilen zusammenzuhalten. Sechs aktuell feststehende Neuzugänge sollen dem Oberligisten möglichst sofort weiterhelfen. In Lukas Steinrötter kommt ein junger Defensivspieler, der beim MSV Duisburg in der U19-Bundesliga spielte. Ebenfalls aus der U19 der Zebras stößt Offensivakteur Bilal Canozkara zum Team. Auch der 21-jährige Dominik Göbel (1. FC Bocholt) ist eine Alternative für die Offensive. Dominik Hannemann vom Holzwickeder SC ist ein typischer Stoßstürmer. Aus dem eigenen Nachwuchs stoßen Miles Grumann und Mel Gerner zum Oberliga-Kader des SVS dazu. „Das heißt aber nicht, dass unsere Planungen abgeschlossen sind. Wir werden die Augen weiter offen halten”, sagt Falkowski.

Verabschieden werden sich die Stürmer Marc Schröter und Dennis Grodzik, Siegtorschütze im Relegations-Aufstiegsspiel. Außerdem verlassen Till Goeke, Tolgan Cengelcik und der dritte Keeper Lukas Peto den Verein. Sicher bleiben wird Marek Klimczok. Der 40-jährige Mittelfeldspieler ist ein Evergreen beim SVS und verlängerte soeben für eine weitere Spielzeit. „Marek hat eine richtig gute Oberligasaison gespielt. Und weil es bei mir nicht alt oder jung, sondern nur gut oder schlecht gibt, freuen wir uns auf ein weiteres Jahr mit ihm“, so Falkowski.

Was die Zielsetzung für die kommende Saison angeht, tut sich der Trainer allerdings schwer. „Ich habe immer das Bestreben, mich zu verbessern. Aber der sechste Platz der zurückliegenden Saison hat die Latte sehr hoch gelegt. Zudem gilt die Regel, dass die zweite Spielzeit nach dem Aufstieg stets schwerer ist als die erste.” Also geht es vor allem darum, so rasch wie möglich die 40 Punkte zum sicheren Klassenverbleib einzufahren. „Erst danach können wir uns neue Anreize setzen”, so der Trainer.

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