Lokalsport: Nico Hülkenberg erreicht das Maximum

Lokalsport : Nico Hülkenberg erreicht das Maximum

Formel 1: Der Emmericher landete gestern Abend mit dem Force India beim Großen Peis von Kanada in Montreal auf dem achten Rang. Der 28-Jährige war auf dem Circuit Gilles Villeneuve vom neunten Startplatz aus ins Rennen gegangen.

Nico Hülkenberg wurde gestern Abend beim Großen Preis von Kanada Achter. Der Emmericher fuhr ein unglaublich solides Rennen auf dem Circuit Gilles Villeneuve in Montreal. Das gute Teamergebnis von Force India komplettierte Sergio Perez, der auf Rang zehn kam.

Beim Start verlor Hülkenberg zunächst eine Platzierung und lag in Runde eins auf Rang zehn. Doch dann profitierte er von einigen Problemen der Konkurrenz, so dass er Nico Rosberg (Mercedes) und Fernando Alonso (Honda) überholen konnte. Nach 21 Runden beorderte Force India den Emmericher an die Box. Die Ultrasoft-Reifen waren verschlissen. Auf den soften Reifen, die in Montreal die härteste Mischung waren, ging der 28-Jährige als Zehnter zurück auf die Strecke.

Der zweite Reifenwechsel folgte in Runde 52. Hülkenberg steuerte als Achter die Box an und erhielt frische Soft-Reifen. Sein Vorsprung war in diesem Moment so groß, dass er als Achter wieder auf die Strecke zurückkehrte. Die verbleibenden 28 Runden musste Nico Hülkenberg nun dafür Sorge tragen, den hinter ihm platzierten Carlos Sainz (Toro Rosso) in Schach zu halten. Dies gelang ihm relativ problemlos. An eine bessere Platzierung war aber nicht zu denken, so dass Hülkenberg als Achter am Rennende das Maximum aus dem Force India herausgeholt hatte.

Im Qualifying hatte der Emmericher stetig seine Zeit gesteigert. Im Q3 konnte er die 1:14-Minuten-Marke knacken. Als Neunter beendete er die Qualifikation in einer Zeit von 1:13,952 Minuten. "Ich bin glücklich mit unserer Leistung", sagte Hülkenberg nach dem Qualifying. "Man will immer noch weiter vorne landen. Aber ich denke, dass wir das Maximum herausgeholt haben. Der neunte Rang ist eine solide Ausgangslage, die uns einige Punkte bringen sollten."

Auch dem Emmericher war aufgefallen, dass die Abstände unheimlich eng waren. "Von daher war es wichtig, dass mir eine Runde ohne Fehler gelungen ist", sagte der 28-Jährige. "Wenn man nur ein paar Zehntelsekunden liegenlässt, kann das gleich vier bis fünf Plätze in der Startaufstellung kosten. Die Wetterbedingungen waren ziemlich stabil, selbst der Regen im Q1 hat nicht wirklich geschadet."

Teamkollege Sergio Perez verpasste in Montreal das Q3 und ging von Position elf ins Rennen. Robert Fernley, stellvertretender Teamchef von Force India, ließ durchblicken, dass dem VJM09 die Pace für ein besseres Ergebnis gefehlt habe. "Wir sind mit der Erkenntnis ins Qualifying gegangen, dass wir eine perfekte Runde brauchen, um ins Q3 einziehen zu können", sagte Robert Fernley. "Und Nicos Runde war wirklich sauber."

(RP)
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