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Fußball: Nächstes Spitzenspiel für den PSV Wesel

Fußball : Nächstes Spitzenspiel für den PSV Wesel

Der Tabellenzweite der Fußball-Landesliga empfängt morgen den Dritten VfL Tönisberg, der sich ebenfalls noch Hoffnung auf die Meisterschaft macht. Der PSV sieht sich für das Duell gerüstet.

Der PSV Wesel hat seine Ausgangsposition im Titelrennen der Fußball-Landesliga in den letzten zehn Tagen durch zwei Siege – darunter das 3:2 beim Spitzenreiter 1. FC Kleve – erheblich verbessert. Die Mannschaft der Stunde in der Klasse ist er deshalb aber nicht. Dieses Prädikat muss fairerweise dem VfL Tönisberg verliehen werden.

Die nackten Zahlen sprechen dafür. Während der PSV in den vergangenen drei Spielen sieben Zähler sammelte, holte der Tabellenvierte aus Kempen im gleichen Zeitraum die maximale Punktzahl. Bei den Siegen gegen den 1. FC Bocholt (1:0), den Mülheimer SV (3:0) und den FSV Duisburg (2:0) blieb das Team zudem jeweils ohne Gegentor. Für Roger Rütter ist dies Grund genug, seine Schützlinge vor dem morgigen Heimspiel am Molkereiweg eindringlich vor dem Gegner zu warnen. "Unsere jüngsten Ergebnisse gegen Tönisberg waren zwar gut. Es waren aber immer knappe Spiele. Diese Mannschaft ist sehr ambitioniert und hat schon vor der Saison gesagt, dass sie gerne aufsteigen möchte", sagt der Trainer des PSV Wesel, der mit seinem Team aktuell punktgleich mit dem FC Kleve auf Rang zwei steht.

Aus den hohen Ambitionen des Kontrahenten leitet der Coach aber durchaus auch einen Vorteil für seine eigene Mannschaft ab. "Tönisberg hat ein Spiel mehr, aber fünf Punkte weniger als wir. Wenn der VfL das Spiel gegen uns verliert, ist der Zug nach oben für ihn wohl abgefahren. Der Druck liegt deshalb eindeutig aufseiten des Gegners", meint Rütter, der nichtsdestotrotz ein Spiel auf Augenhöhe erwartet. "Ich kann vor dem Anpfiff keinen Favoriten ausmachen. Tönisberg hat eine kompakte Mannschaft und in Tobias Gorgs einen sehr gefährlichen Angreifer. Jeder von uns ist bereit, ganze einhundert Prozent abrufen. Wenn der VfL aufsteigen will, muss er uns zunächst aus dem Weg räumen", sagt der PSV-Coach.

Dass es bei seinem Team momentan so gut läuft, macht er nicht zuletzt an der guten Stimmung fest. "Zurzeit macht jede Trainingseinheit mit den Jungs Spaß. Da wird viel gescherzt und gelacht. Das gehört zum Amateur-Fußball auch einfach dazu", meint Rütter. Dieser Spaß am Spiel spiegelt sich mittlerweile auch auf dem Platz wieder. Die jungen Wilden beim PSV haben ihre Chance genutzt und zuletzt sogar dafür gesorgt, dass sich gestandene Spieler im Kader zunächst einmal auf der Bank wiederfanden. "Die Jungs machen ihren Job. Den machen sie richtig gut. Ich bin stolz darauf, wie sie sich entwickelt haben", sagt Roger Rütter.

Er muss morgen erneut auf den beruflich verhinderten David Mittelstädt verzichten. Dafür stellt Sebastian Eisenstein, der aus dem Urlaub zurück ist, eine weitere wichtige Alternative im Kampf um den Aufstieg dar.

(RP)