Lokalsport: Milaszewski glaubt noch an den Aufstieg

Lokalsport : Milaszewski glaubt noch an den Aufstieg

Torjäger Dominik Milaszewski hat den Relegationsplatz nicht abgeschrieben, obwohl Westfalenligist SV Schermbeck die ersten beiden Spiele im Jahr 2018 verloren hat. Der 32-Jährige wird seine Laufbahn wohl beim SVS beenden.

Zwei Niederlagen zum späten Start ins Fußball-Jahr 2018: Beim Westfalenligisten SV Schermbeck läuft's noch nicht rund. Sieben Gegentore in den beiden Partien gegen den SV Spexard daheim (1:2) und beim SV Rödinghausen II (2:5) haben Trainer Thomas Falkowski gründlich die Laune verhagelt. Und wenn sich jetzt auch noch der beste Torjäger des SVS eine kleine Ladehemmung gönnt, wird es wohl nichts mit dem angepeilten Aufstieg in die Oberliga. Doch Dominik Milaszewski erhebt bei diesem Thema Einspruch. "Wir haben doch nur vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz", sagt der Stürmer des SVS.

Der 32-Jährige steht in Schermbeck wohl wie kein Zweiter für die Hoffnung der Mannschaft, aus einer bisher eher durchwachsenen Saison noch eine richtig gute machen zu können. 15 Treffer hat Dominik Milaszewski zu den bisher 44 Toren des aktuellen Tabellensechsten beigesteuert. In der Statistik liegt der SVS damit auf Platz eins in der Klasse. Milaszewski ist in der Liga die Nummer zwei in der Torjägerliste. "Das interessiert mich nicht", sagt der 32-Jährige. "Wichtig ist nur, dass wir die Spiele gewinnen." 2018 ist dies noch nicht gelungen.

Dominik Milaszewski ist etwas unfreiwillig zu seiner neuen Profession gekommen. Eigentlich ist er nämlich eher im offensiven Mittelfeld zu Hause und mehr Vorbereiter als Vollstrecker. In den vergangenen beiden Spielzeiten beim SC Hassel kam er auf 13 Tore in 62 Einsätzen. In Schermbeck sind es nun 15 in bisher 19 Partien. "In der Hinrunde war jeder Schuss ein Treffer", sagt Dominik Milaszewski und lacht.

Einer seiner wertvollsten Assistenten dabei war Marek Klimczok. Der Pole, mittlerweile schon sieben Jahre in Schermbeck, hat inzwischen das stolze Fußballer-Alter von 38 Lenzen erreicht. "Marek ist ganz wichtig für uns", sagt Dominik Milaszewski.

In Essen geboren und in der Jugend von seinem Heimatclub DJK Dellwig zu den Rot-Weißen an die Hafenstraße gewechselt, ist Milaszewski inzwischen schon zum dritten Mal beim SV Schermbeck. "Der Verein ist wie eine Familie für mich. Ich kann sonntags einfach mit meiner Freundin und unserer kleinen Tochter zum Platz kommen - und alle fühlen sich wohl", sagt Milaszewski.

Der VfB Homberg, der FC Kray und zuletzt der SC Hassel waren für ihn sicher nicht nur Übergangsstationen. Aber nach Schermbeck zieht es ihn eben immer wieder zurück. So sehr, dass er seine sportliche Karriere - zumindest im höherklassigen Fußball - voraussichtlich in der SVS-Arena beenden will. "Ich habe einen Drei-Jahres-Vertrag vorliegen", sagt Dominik Milaszewski. In der nächsten Woche will der Angreifer seine Unterschrift darauf setzen.

Am besten mit einem Sieg im Rücken. Tabellenführer 1. FC Gievenbeck ist der Konkurrenz zwar etwas enteilt. Er hat sechs Punkte Vorsprung. Doch dahinter mischt die halbe Liga im Kampf um Platz zwei mit - auch der kommende Gegner TuS Hiltrup (Sonntag, 15 Uhr). "Unser Anspruch ist es von Beginn an gewesen, oben mitzuspielen. Dafür müssen wir jetzt endlich punkten", sagt Milaszewski.

Vor allem in den nächsten Wochen in den wichtigen Duellen gegen Mannschaften wie Preußen Münster II, die SpVgg Vreden und den SuS Stadtlohn, die zurzeit alle vor Schermbeck stehen und ebenfalls über die Relegation den Sprung in die Oberliga schaffen wollen.

(RP)