Martin Trzensiok ist beim Ironman Hawaii dabei, Jens Gosebrink vorerst nicht

Triathlon : Jens Gosebrink will jetzt über Tallin nach Hawaii

Der Weseler verpasst in Frankfurt die Qualifikation für die Weltmeisterschaft, weil er seine Salztabletten während des Wettbewerbs verliert und ihn dann Krämpfe plagen. Martin Trzensiok vom WTV ist dagegen dabei.

Der Premiere folgt mindestens eine zweite Auflage. Der in Dinslaken lebende und für den Weseler TV startende Martin Trzensiok sicherte sich beim Ironman in Frankfurt erneut die Fahrkarte für die Weltmeisterschaft auf Hawaii. Er belegte in 10:05,43 Stunden in der Altersklasse der 45- bis 49-Jährigen den achten Platz und ist damit am 12. Oktober dabei. Dagegen lief es für den Weseler Jens Gosebrink (30 bis 34 Jahre), der für Bayer Uerdingen startet, nicht wie erhofft. In 10:05,00 Stunden reichte es nur zu Rang 23 und damit nicht zur Hawaii-Qualifikation. Nur die ersten Zehn lösten das Ticket, dafür fehlte rund eine Viertelstunde.

„Ich bin schon sehr enttäuscht“, sagt der 34-Jährige. Seit November habe er sich intensiv vorbereitet, eigentlich sei er auch sehr gut drauf gewesen. Doch nachdem Jens Gosebrink das Schwimmen über 3,8 Kilometer als Fünfter seiner Klasse in 55:33 Minuten absolviert hatte, kam der Lapsus bei etwa Kilometer 30 auf dem Rad. „Auf dem Kopfsteinpflaster habe ich leider meine Salztabletten verloren“, sagt der Weseler. Die Tabletten werden eingenommen, um Krämpfe zu vermeiden.

Rund 90 Kilometer weiter kletterte Gosebrink dann vor einer Gaststätte vom Fahrrad. „Der Inhaber hat mit einen Salzstreuer geschenkt“, sagt er. Damit konnte er seinen Salzhaushalt zumindest ein wenig auffüllen. Trotzdem fiel er bei seinem zehnten Ironman auf der 180 Kilometer langen Radstrecke in 5:15,10 Stunden auf den 16. Rang zurück.

Der zwischenzeitliche Salzmangel zeigte beim Marathonlauf über 42,195 Kilometer endgültig seine negative Wirkung. Bis etwa Kilometer 30 ging es noch, dann konnte Jens Gosebrink teilweise nur gehen, weil er Krämpfe hatte. „Da bin ich regelrecht auseinandergefallen.“ Nach 3:47,58 Stunden war die Marathon-Qual vorüber. Zumal dem Weseler die Hitze in Frankfurt auch nicht behagte. „Das mag ich gar nicht, ich bin für schlechtes Wetter gemacht.“

So muss der 34-Jährige seinen Traum vom Start auf Hawaii, wo er zwei Mal bereits als Zuschauer an der Strecke war, vorerst begraben. Allerdings reifte nach der Enttäuschung direkt ein Plan B: die Teilnahme am Ironman in Tallin (Estland). Dort wird am 3. August die Konkurrenz sicherlich nicht so groß sein wie in Frankfurt. Allerdings werden auch weniger Hawaii-Startplätze vergeben.

„Ich will das nicht so auf mir sitzen lassen“, sagt Gosebrink mit Blick auf den Wettbewerb in Frankfurt. Der Termin Anfang August würde auch passen, da er etwa vier Wochen brauche, „um wieder konkurrenzfähig zu sein“. In den nächsten Tagen geht es für den Weseler darum, seine zweite Chance auf Hawaii zu organisieren. „Denn es wäre schon sehr schade, so viel Arbeit umsonst zu investieren“, so Gosebrink.

(R.P.)
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