Landesligist PSV Wesel verliert 1:6.

Fußball : Erfolgsserie des PSV Wesel endet mit einem Debakel

Der Landesligist unterliegt bei Genc Osman Duisburg mit 1:6. Außerdem sieht Timo Giese die Rote Karte.

Die Erfolgsserie hat ein krachendes Ende gefunden. Nach sieben Siegen und zwei Remis in den letzten neun Begegnungen ging Fußball-Landesligist PSV Wesel mal wieder als Verlierer vom Platz. Beim Aufsteiger SV Genc Osman Duisburg hieß es nach 90 Minuten 1:6 (0:2). „Dass man irgendwann mal wieder verliert, das ist okay. Damit kann ich leben. Es kommt aber auf die Art und Weise an“, sagte PSV-Trainer Björn Assfelder. Und die hatte ihm in der kompletten ersten Halbzeit sowie in den letzten zehn Minuten überhaupt nicht gefallen.

Die Weseler erwischten einen fast komplett gebrauchten Sonntag. Dies fing schon mit der ersten Viertelstunde in Duisburg an. „Da waren wir gar nicht anwesend, haben Alibi-Fußball ohne Zweikämpfe und Engagement geboten“, ärgerte sich der PSV-Coach. Der Gastgeber bestrafte dies mit dem 1:0 durch Metehan Gürbüz (14.). Danach wurde es beim PSV etwas besser, Oliver Vos setzte einen Kopfball nach Flanke von Eray Tuncel jedoch neben das Tor (20.).

„Letztlich war das aber bei weitem nicht das, was wir in den letzten Wochen gezeigt haben“, sagte Assfelder. Und dem 35-Jährigen wurde bis zum Halbzeitpfiff auch weiterhin wenig Erbauliches geboten. Zunächst musste er das 0:2 durch Nasrullah Dedemen mit ansehen (38.), dann die Rote Karte für Timo Giese (43.). Der Schiedsrichter wertete die Aktion des PSV-Akteurs als Notbremse. „Er hat versucht, den Ball zu spielen. Meiner Meinung nach war das nur Gelb“, sagte Assfelder.

Trotz Unterzahl war der Coach zur Pause noch recht zuversichtlich. „Denn wir besitzen die Qualität, auch ein 0:2 noch zu drehen“, so Assfelder. Sebastian Eisenstein (50., 60.) und Johannes Bruns (53.) ließen die Möglichkeiten zum Anschluss aber ungenutzt. „Wenn wir von diesen Chancen eine genutzt hätten, wäre vielleicht noch etwas möglich gewesen“, sagte der PSV-Trainer. Stattdessen erhöhte Tanju Acikgöz auf 3:0 (63.), Oliver Vos (73.) stellte den alten Abstand wieder her. Die Gäste warfen alles nach vorne. Doch mit dem 1:4, erneut durch Dedemen, war die Begegnung aber endgültig gelaufen (83.).

Anschließend wollte der PSV-Coach, dass seine Elf tiefer steht und es somit beim ohnehin schon klaren 1:4 bleibt. „Da hat die Mannschaft dann aber alles eingestellt und meinte, auch nicht mehr arbeiten zu müssen“, ärgerte sie Assfelder. Dedemen (86.) und Ahmed Can Simsek (87.) bestraften dies.

PSV Wesel: Olschewski – Sobotta (72. Rupsch), Laader, T. Giese, Blaswich, Meis, Weber (46. Bruns), Vos, Klejonkin (68. Müller), Eisenstein, Tuncel.

(R.P.)
Mehr von RP ONLINE