Landesligist PSV Wesel tritt bei Fichte Lintfort an.

Fußball : Beim PSV ist der Konkurrenzkampf groß

Björn Assfelder, Coach des Landesligisten, kann für das Spiel bei TuS Fichte Lintfort nahezu aus dem Vollen schöpfen. Das Ziel des Tabellenvierten ist der vierte Sieg in Serie.

Björn Assfelder rechnet kurz nach. Der Trainer des Fußball-Landesligisten PSV Wesel kommt dabei auf eine Quote von fünf Prozent, in der er in zwei aufeinanderfolgenden Partien die selbe erste Elf aufgeboten hat. Zum Gastspiel bei TuS Fichte Lintfort (Sonntag, 15.15 Uhr) kann er sich aber durchaus vorstellen, auf Umstellungen zu verzichten. „Man muss ja nicht zwingend etwas ändern“, sagt der 36-Jährige. Immerhin hat der Tabellenvierte zuletzt einen 6:0-Erfolg gegen den GSV Moers geschafft und damit den dritten Sieg in Folge gefeiert.

Derzeit sieht der Coach es zudem als „unheimlich schwierig“ an, sich für die Anfangsformation zu entscheiden und vor allem den nicht Berücksichtigten den Grund zu vermitteln. „Wir haben eine hohe Trainingsbeteiligung und die Jungs sind alle sehr motiviert“, sagt Assfelder. Da sei es auch sehr wichtig, seine getroffene Wahl den Reservisten oder den Akteuren, die gar nicht im Kader stehen, „so gut wie möglich rüberzubringen“. Er habe halt die Qual der Wahl und in dieser Saison die auch von den Spielern gewünschte Konkurrenz-Situation im Kader.

Zur Partie beim Tabellenzwölften in Lintfort fehlen dem PSV-Coach in Christopher Abel (Arthrose im Sprunggelenk), Donavan Sadek, Deniz Özel (beide Grippe), Stephan Sanders (Trainingsrückstand nach Urlaub) und Jona Sobotta – der 19-Jährige zog sich im Training einen Bruch des Mittelhandknochens zu und muss operiert werden – zwar fünf Akteure. Doch er hat immer noch 20 Feldspieler zur Auswahl. Härtefälle sind da fast unumgänglich.

Taktisch will sich Björn Assfelder nicht wirklich in die Karten schauen lassen. „Wir wollen aktiv sein und den Gegner zu Fehlern zwingen“, kündigt er an. Er schließt dabei nicht aus, dass „wir sehr offensiv agieren“. Im Hinspiel gegen Fichte Lintfort hatte es am Molkereiweg ein 3:0 für den PSV Wesel gegeben. Das deutliche Ergebnis entsprach allerdings nicht wirklich dem Spielverlauf. „In der ersten Halbzeit hatten wir schon ein wenig Glück“, sagt Assfelder, der mit dem PSV aktuell nur noch fünf Zähler Rückstand auf den Tabellendritten SV Sonsbeck aufweist. Dieser Rang könnte zu einer Relegationsrunde in Richtung Oberliga reichen.

Eine weitere Zusage für die neue Saison erhielt Björn Assfelder aus dem aktuellen Aufgebot derweil von Viktor Klejonkin. „Nun gibt es nur noch vier Fragezeichen“, sagt der Übungsleiter des PSV Wesel. 

(R.P.)
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