Landesligist PSV Wesel muss beim VfB Frohnhausen antreten.

Fußball : Kein Grund zum Hochmut für den PSV

Björn Assfelder, Trainer des Landesligisten, machte seinen Schützlingen in dieser Woche klar, dass ihnen der Überraschungssieg gegen Spitzenreiter FC Kray in der morgigen Partie beim VfB Frohnhausen nicht weiterhilft.

Dass Björn Assfelder vom Charakter seiner Mannschaft vollends überzeugt ist, dürfte kein Geheimnis mehr sein. Der Trainer des Fußball-Landesligisten PSV Wesel betont gerne, wie sehr ihm Einstellung, Naturell und Teamgeist seiner Schützlinge die Arbeit erleichtern. Nach dem 3:0-Erfolg über den souveränen Spitzenreiter FC Kray muss der 35-Jährige dennoch zumindest die Befürchtung gehabt haben, dass der Triumph seinen Kickern ein klein wenig zu Kopf steigen könnte.

„Wir haben aber sofort gegengesteuert. Alles ist gut“, sagt Assfelder, der mit den passenden Ansprachen und knackigen Trainingseinheiten klar machen wollte, dass auch die Auswärtsaufgabe beim VfB Frohnhausen am morgigen Sonntag um 15 Uhr kein bisschen leichter wird. „Dass wir Kray bezwungen haben, hilft uns in Frohnhausen nicht weiter“, sagt der PSV-Coach, der gleich ein mahnendes Beispiel aus der Hinrunde parat hat. Da besiegten die Weseler nämlich zu Hause nach starkem Auftritt das Spitzenteam der SF Niederwenigern, um anschließend in Duisburg beim SV Genc Osman eine deftige 1:6-Niederlage zu beziehen.

Ohnehin ist der PSV in der Fremde noch längst nicht so stabil wie auf dem heimischen Rasen am Molkereiweg. Während der Tabellenfünfte aktuell die beste Heimmannschaft der Liga stellt, gelangen erst zwei Siege in Auswärtsspielen. Der dritte Erfolg soll am Sonntag eingefahren werden. „Wir sind gut vorbereitet. Wenn wir unser Spiel auf die Platte kriegen, dann sieht es auch gut aus“, sagt Assfelder.

Der offensivstarke VfB Frohnhausen hat vor allem in Kevin Zamkiewicz (18 Tore), aber auch in Chamdin Said (8 Tore) zwei gefährliche Angreifer in seinen Reihen. Der Übungsleiter des PSV hat die Schwächen des Kontrahenten eher in der Defensive ausgemacht, was 47 Gegentore in 20 Partien auch eindeutig belegen.

Das Lazarett des PSV Wesel hat sich derweil wieder ein wenig gelichtet. Neben dem Langzeitverletzten Donovan Sadek (Kreuzbandriss) wird der erkrankte Dorian Weber auf jeden Fall noch pausieren müssen. Luis Blaswich und Nico Giese haben zwar unter der Woche wieder trainiert, könnten aber ebenfalls noch eine Pause verordnet bekommen, um kein Risiko einzugehen. Gesperrt sind nach dem Kartenfestival gegen den FC Kray Viktor Klejonkin, der die Gelb-Rote Karte sah, sowie Stephan Sanders, der sich die fünfte gelbe Karte einhandelte.

Aus der erfolgreichen Startelf vom vergangenen Sonntag müsste Assfelder also eigentlich nur Klejonkin ersetzen. „Aber dabei wird’s wahrscheinlich nicht bleiben“, kündigt der PSV-Trainer noch weitere Wechsel an. Die Zahl derer, die in die Anfangsformation drängen, ist groß. Assfelder hat in dieser Hinsicht zurzeit ein Luxusproblem.

Mehr von RP ONLINE