Landesligist PSV Wesel erwartet den Tabellenzweiten SV Sonsbeck.

Fußball : Der PSV Wesel ist zu Hause eine Macht

Vor eigenem Publikum ist der Landesligist noch unbesiegt. Das soll auch gegen den SV Sonsbeck so bleiben.

Der telefonische Kontakt erfolgt sehr regelmäßig. Auch in dieser Woche tauschten sich Björn Assfelder und Thomas von Kuczkowski aus. Diesmal ging es aber nicht um Informationen über einen der nächsten Gegner. „Er hat ein bisschen sein Herz ausgeschüttet“, sagt Assfelder, Trainer des Fußball-Landesligisten PSV Wesel. Sein Gesprächspartner trainiert den SV Sonsbeck. Nach dem Willen des Vereins allerdings nur noch bis zum Saisonende. Statt um persönliche Befindlichkeiten geht es bei den Telefonaten sonst um Stärken und Schwächen eines Landesligisten, denn meist spielt der PSV gegen den Kontrahenten, den Sonsbeck eine Woche später vorgesetzt bekommt. Doch diesmal treffen der PSV und der SV Sonsbeck am Molkereiweg zum Verfolgerduell aufeinander. Anpfiff ist am morgigen Sonntag um 14.15 Uhr.

Als Tabellenfünfter weist der PSV sechs Zähler Rückstand zu den zweitplatzierten Gästen auf. „Unser Ziel ist es, das Feld wieder enger zusammenrücken zu lassen“, sagt Assfelder. Allerdings meint er damit nur die hinter dem souveränen Spitzenreiter FC Kray stehenden Mannschaften. In einem Punkt hat der PSV sogar gegenüber dem Tabellenführer die Nase vorn. Zu Hause hat er noch keine Niederlage kassiert, brachte es bisher auf sechs Siege und ein Remis. Damit ist die Mannschaft das einzige ungeschlagene Landesliga-Team vor eigenem Publikum. „So eine Serie muss man erst einmal knacken“, so Assfelder.

Allerdings weiß der 35-Jährige auch um die Hypothek, die seine Mannschaft derzeit mit sich herumträgt. Inklusive der Pokalschlappe beim A-Ligisten Westfalia Anholt (0:2) kassierte seine Elf zuletzt drei Niederlagen in Folge. In Auswärtsspielen der Meisterschaft kann von einer stabilen Defensive auch keine Rede sein – in den letzten drei Partien gab es 14 Gegentreffer. „Wir hatten in den Spielen aber auch immer gute Phasen“, sagt der Coach. Die dauern am Molkereiweg allerdings wesentlich länger. „Da haben wir ein anderes Selbstverständnis, kennen jeden Grashalm und wissen, dass wird unfassbar heimstark sind.“

Personell aus dem Vollen schöpfen kann Assfelder nicht. Aber es sieht etwas entspannter aus. Deniz Özel und Fatih Uysal befinden sich im Lauftraining, sind aber noch keine Option. Christopher Abel, Dennis Sengbusch (beide beruflich verhindert), Mohamed Baydoun (Aufbautraining), Donavan Sadek (Kreuzbandriss), Alpay Erdem (krank) und Dorian Weber (Klausuren) fehlen. Der Einsatz von Luis Blaswich (Magen-Darmvirus) ist fraglich.