Landesligist PSV Wesel empfängt Abstiegskandidat Blau-Gelb Überruhr.

Fußball : Die zwei Gesichter des PSV Wesel

Dem 3:0-Erfolg gegen Spitzenreiter FC Kray folgte das enttäuschende 1:4 beim VfB Frohnhausen. Am morgigen Sonntag will sich der Landesligist gegen den Abstiegskandidaten FC Blau-Gelb Überruhr wieder von seiner besseren Seite zeigen.

Das Problem verortete Björn Assfelder nach Gesprächen und einer eingehenden Analyse vor allem im mentalen Bereich. Da seien seine Schützlinge nach dem umjubelten 3:0-Erfolg gegen Spitzenreiter FC Kray, der auch in einem besonderen Maße den Kopf gefordert habe, einfach nicht fit genug gewesen, um eine Woche später auch beim VfB Frohnhausen zu bestehen. Das dortige 1:4 wurmt den Trainer des Fußball-Landesligisten PSV Wesel trotz aller Erklärungen auch heute noch. Im Heimspiel gegen den Abstiegskandidaten FC Blau-Gelb Überruhr am morgigen Sonntag um 15 Uhr fordert der Weseler Übungsleiter von seinen Schützlingen jedenfalls unmissverständlich einen Sieg.

In den Karnevalstagen dürften zumindest die mentalen Akkus der PSV-Akteure wieder aufgeladen worden sein. Die Auftritte einiger seiner Kicker bei den Trainingseinheiten begeisterten Assfelder allerdings gar nicht. „Zwischen dem Leistungsoptimum und dem Gezeigten klaffte da bei manchem schon eine große Lücke. Wir haben das klar angesprochen. Mehr können wir nicht tun“, sagt der PSV-Coach. Soll heißen: Wer glaubt, sich zurücklehnen zu können, wird sich ganz schnell auf der Bank oder sogar hinter der Bande wiederfinden.

Das Trainerteam kann sich bei der Aufstellung auf jeden Fall aus einer großen Auswahl bedienen. Christopher Abel, Bastian Rupsch (beide erkältet), Hamoudi Baydoun (privat verhindert), Marian Michels (beruflich verhindert) und der Langzeitverletzte Donovan Sadek fallen zwar aus. Und auch hinter dem Einsatz des angeschlagenen Robin Müller steht ein großes Fragezeichen. Dennoch verfügt Björn Assfelder noch über 22 spielfähige Akteure.

Blau-Gelb Überruhr belegt derzeit den drittletzten Rang und benötigt im Kampf um den Klassenerhalt jeden Zähler. „Der Druck liegt ohne Frage beim Gegner. Aber wir können sicher sein, dass wir auf eine sehr engagierte Mannschaft treffen werden. Auch deshalb gibt es überhaupt gar keinen Grund, Überruhr zu unterschätzen“, so Assfelder.

Zuversichtlich stimmt den 35-Jährigen allerdings, dass sein Team am Sonntag wieder vor heimischem Publikum antreten darf. In zehn Begegnungen auf eigener Anlage gelangen immerhin acht Siege. „Wir haben auch definitiv genügend Qualität in der Mannschaft, um dieses Spiel für uns zu entscheiden“, sagt Assfelder. Eine Wiedergutmachung für den überaus schwachen Auftritt in Frohnhausen wäre ein dreifacher Punktgewinn gegen Überruhr für den Übungsleiter trotzdem nicht: „Wieder gut machen können wir das nicht. Die Punkte sind schließlich weg.“