Landesligist PSV Wesel besiegt SV Hönnepel-Niedermörmter mit 2:1.

Fußball : PSV Wesel feiert verdienten 2:1-Erfolg

Nach zuletzt vier Pflichtspiel-Niederlagen in Serie gelingt dem Landesligisten wieder ein Sieg. Gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter setzt sich die Mannschaft trotz mangelhafter Chancenverwertung zurecht durch.

Der Trainer wollte unbedingt die Partie bestreiten. Also legte Björn Assfelder selbst am Sonntagvormittag nach den starken Regenfällen Hand an und kreidete den Platz am Molkereiweg noch einmal ab. Die drei Niederlagen in Folge in der Fußball-Landesliga wurmten den 35-Jährigen, er wollte mit dem PSV Wesel endlich zurück in die Erfolgsspur. Nach 90 Minuten durfte er feststellen, alles richtig gemacht zu haben. Sein Team bezwang den SV Hönnepel-Niedermörmter verdient mit 2:1 (1:1). „Unser Ziel, 30 Punkte bis zur Winterpause, haben wir schon erreicht“, sagte Assfelder.

Doch es war nicht nur die Punktausbeute, die ihn letztlich gut gelaunt die Anlage verlassen sollte. Auf dem überraschend gut bespielbaren Rasenplatz hatte seine Elf auch eine über weite Strecken überzeugende Leistung abgeliefert. Der Coach hatte angesichts des rutschigen Geläufs auf eher kleine, wendige Akteure gesetzt. So kam Alpay Erdem nach langer Verletzungspause erstmals in dieser Saison zu einem Startelf-Einsatz. „Damit hat er gar nicht gerechnet. Und ich fand ihn richtig gut“, so Assfelder.

Dies galt mit Abstrichen auch für die übrigen Akteure. Sie bestimmten von Beginn an das Geschehen, zeigten sich passsicher und suchten immer wieder den Weg in die Spitze. Dort lag aber zunächst das Manko: Der Gastgeber machte einfach zu wenig aus seinen Möglichkeiten. Linus Dersch (6.), Bastian Rupsch (9.) und Alpay Erdem (13.) hätten das couragierte Auftreten des PSV bereits belohnen können. Stattdessen folgte die Strafe auf dem Fuß: Ein Freistoß von Edin Husic aus spitzem Winkel schlug hinter dem unglücklich aussehenden PSV-Keeper Raven Olschewski zum 0:1 ein (17.).

Der Tabellenfünfte ließ sich davon gegen tief stehende Gäste aber nicht beeindrucken. Lauritz Meis (24.), Luis Blaswich mit einem Pfostentreffer (24.) und Nico Giese (37.) besaßen weitere Möglichkeiten. Erst als Blaswich fünf Minuten vor der Pause von der linken Seite flach vor das gegnerische Tor passte und Linus Dersch aus kürzester Distanz traf, war der Bann gebrochen.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit öffnete dann auch der Himmel seine Schleusen. Im Platzregen scheiterte Blaswich aus kurzer Distanz erneut am Pfosten. Kurz darauf wurde PSV-Mittelfeldakteur Lauritz Meis im Strafraum gefoult, Stephan Sanders verwandelte den Elfmeter zum 2:1. Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit den besseren Möglichkeiten für den PSV. Doch beide Keeper waren nicht mehr zu bezwingen. „Unsere erste Hälfte fand ich wirklich gut, nur die Chancenverwertung war katastrophal. Insgesamt war das überzeugend, verdient und souverän“, so Björn Assfelder.

PSV Wesel: Olschewski – Sanders, Sobotta, Laader, Blaswich, Meis, N. Giese, Dersch, Erdem (76. Vos), Rupsch (90. Eisenstein), Tuncel (79. T. Giese).

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