Lokalsport: Lage der HSG Wesel wird immer prekärer

Lokalsport : Lage der HSG Wesel wird immer prekärer

Der Vorletzte der Handball-Oberliga ist am Sonntag im Heimspiel gegen die DJK Unitas Haan fast schon zum Siegen verdammt. Trainer Esser glaubt noch daran, dass sein Team die minimale Chance auf den Klassenerhalt nutzen kann.

Der Druck wächst: Die Lage der HSG Wesel im Abstiegskampf der Handball-Oberliga wird Woche für Woche ein wenig aussichtsloser. Der Vorletzte ist jetzt fast schon zum Siegen verdammt. Und geht es nach dem Willen von Sven Esser, sollte damit bereits am Sonntag, 16 Uhr, im Heimspiel gegen die DJK Unitas Haan begonnen werden. "Wir wollen unbedingt unsere minimale Chance nutzen, in der Liga zu bleiben", so HSG-Coach. "Um unser primäres Ziel, den zwölften Tabellenplatz, zu erreichen, wäre ein doppelter Punktgewinn gegen Haan ein Riesenschritt."

Die Ausgangslage für die HSG ist tatsächlich prekär. Nach der bitteren Niederlage im Gastspiel beim TSV Aufderhöhe (26:30) trennen die Weseler Handballer bereits sieben Punkte vom elften Tabellenplatz, der ganz sicher am Saisonende den Klassenverbleib bedeuten würde. Bei mindestens vier erforderlichen Siegen in noch acht ausstehenden Begegnungen ist das, so Esser "eine Herkulesaufgabe". Bis zu Rang zwölf, der lediglich unter entsprechenden Voraussetzungen eine weitere Oberliga-Saison garantiert, sind es drei Zähler. Auch wenn die HSG die letzten drei Begegnungen verloren hat, klammert sich Esser an diesen Strohhalm. Zumal die Weseler ihr Heimspiel gegen den aktuellen Zwölften aus Neukirchen noch austragen müssen. "Wir haben es fast noch selbst in der Hand, zumindest diesen Platz zu erreichen", sagt der Coach.

Der Gegner am Sonntag ist allerdings ein harter Prüfstein. Im Hinspiel verlor die HSG bei der DJK Unitas Haan mit 23:35. "Wir haben da nicht gut ausgesehen", sagt Esser. "Der Gegner hat uns beinahe zerlegt." Das Team aus Haan verfügt über eine große physische Präsenz und einen starken Rückraum. Insofern fordert Esser von seiner Mannschaft eine hohe Stabilität in der Deckung, um über Gegenstöße zu einfachen Toren zu kommen.

Zwei Spieler sind am Sonntag nicht dabei. Matthias Kalus laboriert weiter an den Folgen einer Knöchelverletzung. Jörn Hauenstein zog sich einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu. Auch Fabian Gorris klagte über Beschwerden im Knie, wird aber wohl auflaufen. "Wir müssen im Abstiegskampf alle Kräfte mobilisieren und auf die Zähne beißen", sagt Esser. "Und dann werden wir sehen, was am Saisonende dabei herauskommt."

(RP)