Knapper Sieg für den PSV Wesel gegen Sportfreunde Königshardt

Fußball : Glanzloser Arbeitssieg für den PSV Wesel

Der Landesligist gewinnt sein Heimspiel gegen das abgeschlagene Schlusslicht Sportfreunde Königshardt mit 1:0. In der zweiten Halbzeit wird der Gastgeber immer passiver, was den Außenseiter im Spiel hält.

Aus seiner Überlegenheit zog der PSV Wesel nur einmal Kapital: Als Christopher Abel eine Ecke trocken von der rechten Strafraumecke aus abschloss und für die Führung des Fußball-Landesligisten sorgte (13.). Doch dies sollte beim 1:0 (1:0) des Tabellenfünften gegen das Schlusslicht SF 1930 Königshardt auch der einzige Treffer bleiben. Letztlich war es für die Weseler nicht mehr als ein Arbeitssieg.

„Das war nicht gut von uns, aber manchmal muss man auch nicht gut spielen, sondern gewinnen und das haben wir geschafft“, sagte PSV-Trainer Björn Assfelder. Auf dem unebenen Rasen des Trainingsplatzes, auf dem aufgrund einer fehlenden Flutlichtanlage gespielt werden musste, waren die Weseler wie erwartet das aktivere Team – allerdings ohne zwingende Chancen zu kreieren.

Eine Ausnahme stellte die elfte Minute dar. Nach einer Flanke von Eray Tuncel kam Nico Giese im Strafraum artistisch noch an den Ball, konnte ihn aber nicht richtig kontrollieren. So endete die beste Möglichkeit in der ersten Hälfte, abgesehen vom Tor, neben dem rechten Pfosten. Es folgte der Treffer, bei dem der Gastgeber seine Qualität bei Standartsituationen unter Beweis stellte und Kapitän Christopher Abel schulbuchmäßig zu vollenden wusste. Danach stellten die Weseler ihr Bemühen nach vorne zwar nicht ein, aber aus dem Spiel heraus gelang dem PSV gerade im letzten Drittel sehr wenig. Die Passgenauigkeit fehlte und Königshardt lief auch clever an, um die spielerischen Fähigkeiten des PSV zu begrenzen.

Nach der Pause wurde Wesel passiver. Dies nahm solche Ausmaße an, dass Torwart Canberk Cevirgen von den schnellen Königshardtern vermehrt unter Druck gesetzt werden konnte und er den Ball teilweise in großer Not nach vorne spielte (60.). Der PSV machte den Gast stark, der immer besser in die Partie fand. Besonders Joel Bayram bekamen die Weseler selten in den Griff, allerdings entwickelte er auch kaum Gefahr.

Die beste Chance auf den Ausgleich hatten die Gäste in der Schlussphase. Nico Schmelt kam zum Abschluss, wobei er den Pfosten traf. Der Ball kam ihm noch mal vor die Füße, und wieder war es das Aluminium, das Wesel rettete. Beim dritten Versuch konnte sich Cevirgen dazwischenwerfen (85.). Die Schlussminuten gehörten dann den Weselern, die durch Viktor Klejonkin die Chance zum 2:0 hatten, doch diesmal kam der Pfosten den Gästen entgegen (87.). „Das war viel Stückwerk. Obwohl wir lieber bei Tageslicht auf dem Hauptplatz spielen, müssen wir auch in solchen Partien mehr auf den Rasen bringen“, sagte Assfelder.

Mehr von RP ONLINE