Lokalsport: Kleiner Rückschlag für die HSG Wesel

Lokalsport : Kleiner Rückschlag für die HSG Wesel

Die Serie des Handball-Verbandsligisten ist gerissen. Nach sechs Spielen ohne Niederlage, in denen der Tabellenvierte 11:1-Punkte holte, verlor das Team beim TV Geistenbeck mit 21:27. Am Freitag kommt Spitzenreiter MTV Dinslaken.

Die Erfolgsserie der HSG Wesel in der Handball-Verbandsliga ist gerissen. Nach 11:1-Punkten in Folge unterlag die Mannschaft von Trainer Sven Esser am Samstag beim TV Geistenbeck nach schwacher Leistung vor allem in der Offensive mit 21:27 (11:14). Je nach Sichtweise Glück im Unglück oder besonders ärgerlich: Konkurrent TV Vorst verlor zu Hause gegen den SV Neukirchen mit 28:32, weshalb die Weseler immer noch Vierter sind, aber die Chance verpassten, den Abstand zu vergrößern.

"Wir waren einfach nicht gut. Solche Tage gibt es", sagte Esser. Dabei bemängelte er, dass sein Team unfassbar viele Chancen liegengelassen habe. Oft scheiterte die HSG am Geistenbecker Torwart, allerdings waren die Abschlüsse auch nicht wirklich gelungen. "Hinzu kam, dass zeitweise einfachste Sachen nicht funktioniert und wir öfter die Übersicht verloren haben. Wir hatten einige Ausfälle, die wir gegen einen guten Gegner nicht kompensieren konnten."

Der Gastgeber, der bereits eine Woche zuvor bei seiner unglücklichen 24:25-Niederlage beim Spitzenreiter MTV Rheinwacht Dinslaken seine gute Form unterstrichen hatte, ging von Beginn an wesentlich konzentrierter zu Werke. Die Weseler kämpften sich nach den Zwischenständen 2:5 (10.) und 7:10 (20.) bis auf 9:10 heran. Doch der Ausgleich wollte nicht fallen. "Wir hatten uns in dieser Phase in der Deckung stabilisiert, aber vorne immer noch zu viel verworfen", sagte Esser.

Durchgang zwei deutete zunächst einen engen Spielverlauf an. Doch nach dem Anschlusstreffer zum 14:16 (37.) verlor der Gast völlig den Faden. Über 20:15 (40.) und 24:16 (50.) zog Geistenbecker bis auf 26:17 (54.) davon. Die Weseler Niederlage war schon besiegelt. Doch plötzlich drohte die HSG nach ihrem 28:19-Erfolg im Hinspiel sogar noch den direkten Vergleich zu verlieren, der bei Punktgleichheit entscheidend ist.

"Man weiß nie, wofür der direkte Vergleich am Ende noch gut sein kann. Es spricht für die Mannschaft, dass sie sich in den letzten fünf Minuten noch einmal am Riemen gerissen hat", meinte Esser. Seine Schützlinge verkürzten den Rückstand noch um drei Tore. "Insgesamt war das aber auch das einzig Positive an dieser Begegnung", so Esser. Der Gegner habe den Sieg mehr gewollt und sei auch besser gewesen. "Man verliert nicht gerne, muss das dann aber akzeptieren. Diese Niederlage wird uns nicht umwerfen."

Hinzu kommt, dass die Weseler weniger Zeit als sonst haben, über die Pleite nachzudenken. Bereits am kommenden Freitag um 20.15 Uhr empfängt die Mannschaft den Tabellenführer MTV Rheinwacht Dinslaken in der Sporthalle Nord. "Wir freuen uns sehr auf diese Partie gegen den MTV. Ich bin mir sicher, dass wir dieses Spiel vom Kopf her ganz anders angehen werden", sagte Sven Esser, der hofft, dass Duell der Kreisrivalen gut besucht sein wird.

HSG Wesel: R. Kalus, A. Schnier - Heffels, Timmermann, Hermann (1), Gorris (9/5), M. Kalus (2), Daniel Weber (3), Walla (1), Rühl, Dominik Weber (2), C. Schnier (2), Fehlemann (1).

(RP)