Kandidat Hukriede

Wesel geht davon aus, dass fast alle Akteure bleiben, wenn sich die Hintertür zum Klassenerhalt in der Zweiten Liga öffnet. Ein möglicher Neuzugang ist Torsten Hukriede, der für die Rot-Weißen einst in der Ersten Liga spielte.

Der BV Wesel Rot-Weiß kann wahrscheinlich das Gros der Mannschaft halten, wenn sich die Hintertür zum Verbleib in der Zweiten Badminton-Bundesliga für ihn öffnet. Andreas Ruth, stellvertretender Vorsitzender des BV, teilte gestern auf Anfrage mit, dass die meisten Spieler bleiben wollen, wenn die Mannschaft weiter in Liga zwei aufschlägt. Einzig Benjamin Wanhoff wird den Club aus privaten Gründen verlassen. Rune Massing, Wojciech Szkudlarczyk, Stephan Löll und Ilse Vaessen haben signalisiert, dass sie im Falle des Klassenerhaltes in Wesel spielen wollen. Frank Heuwing und Diane Lakermann werden auch dann weiter für die Rot-Weißen antreten, wenn es nach nur einem Jahr wieder runter in die Regionalliga geht.

"Wenn wir in der Zweiten Liga bleiben, steht unser Team damit im Großen und Ganzen", sagt Ruth. Sein sportliches Schicksal hat der BV bekanntlich nicht mehr selbst in der Hand. Er ist darauf angewiesen, dass Nord-Meister TV Refrath in den Relegationsspielen gegen die SG Anspach, Erster der Süd-Gruppe, den Sprung in die Eliteklasse schafft. Dann geht's für die Rot-Weißen in der Zweiten Liga weiter. Die Entscheidung fällt in fünf Wochen. Die Relegationsspiele finden am 20. und 22. März statt.

Neuaufbau bei Abstieg

Der BV muss damit die endgültigen Planungen für die kommende Saison im Vergleich zur Konkurrenz mit einiger Verspätung beginnen. "Diese Hängepartie macht die Sache nicht einfacher", sagt Ruth, der sich schon nach Verstärkungen umschaut – egal, in welcher Klasse es künftig um Punkte geht. Ein Kandidat ist dabei Torsten Hukriede, der früher für den BV in der Ersten Liga spielte und in dieser Klasse derzeit beim FC Langenfeld aktiv ist. "Wir haben erste Gespräche geführt", meint Ruth. Hukriede (32), dessen Frau Michaela im Oberliga-Team des BV spielt, hat stets gesagt, dass er sich vorstellen kann, seine Laufbahn in Wesel zu beenden.

Ruth rechnet damit, dass er ein fast komplett neues Team auf die Beine stellen muss, wenn der BV Rot-Weiß in Sachen Klassenerhalt keine Schützenhilfe des TV Refrath erhält. Der direkte Wiederaufstieg würde im Gegensatz zur Saison 2007/2008 kein Thema sein. "Wir würden die Sache dann entspannter angehen. Vor zwei Jahren haben wir gesagt, dass wir direkt zurück in die Zweite Liga wollen. Diesem Druck werden wir uns jetzt nicht mehr aussetzen", meint der stellvertretende Vorsitzende.

Die Hoffnung heißt TV Refrath

Dann geht die Tendenz eher dahin, einen Schnitt zu machen, um mit einigen talentierten Spielern aus der näheren Umgebung eine neue Mannschaft aufzubauen. Doch so weit denkt Ruth noch nicht. Er glaubt weiter daran, dass der BV in der Zweiten Liga bleibt. Die Hoffnung hat einen Namen: Sie heißt TV Refrath, der unbedingt rauf in die Erste Bundesliga will.

(RP)
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