Joker Klejonkin sichert PSV den 1:0-Erfolg.

Fußball : Joker Klejonkin sichert PSV den 1:0-Erfolg

Gegen seinen ehemaligen Club wird der eingewechselte Viktor Klejonkin zum Matchwinner. Durch seinen Treffer gewinnt der Landesligist gegen die Spvgg. Sterkrade-Nord und schafft den dritten Sieg in Serie.

Björn Assfelder dirigierte ungewohnt lautstark sein Team. Der Trainer des Landesligisten PSV Wesel versuchte seine Elf im Heimspiel gegen die Spvgg. Sterkrade-Nord auf den richtigen Weg zu bringen. „Wir als Trainer-Team mussten die Mannschaft heute mal ein bisschen mehr unterstützen“, sagte der 35-Jährige. In einem selten praktizierten 4-1-4-1-System waren die Weseler aufgelaufen. Letztlich hatten die Verantwortlichen alles richtig gemacht: Mit dem 1:0 (0:0) gelang der dritte Sieg in Folge und im siebten Aufeinandertreffen mit den Oberhausenern feierte der jeweilige Gastgeber den sechsten Sieg, bei einem Remis.

Zu dieser für den PSV ungewöhnlichen taktischen Variante hatte sich Assfelder entschieden, um die Kreise des Sterkrader Spielmachers Hilal Ali Khan durch eine Manndeckung von Lauritz Meis einzuengen. Dies gelang dem Gastgeber, meist suchten die Sterkrader den Weg nach vorne nun mit langen Bällen. Doch in der ersten Halbzeit sah dies beim PSV auch nicht wesentlich besser aus. „Da gab es schon viel Mittelfeldgeplänkel ohne klare Struktur“, räumte Assfelder ein. Das Niveau blieb sehr überschaubar, wirkliche Chancen waren an einer Hand abzuzählen.

Entsprechend dem ausgeglichenen Halbzeitstand ergaben sich auf beiden Seiten jeweils zwei Möglichkeiten. Zunächst landete ein Freistoß aus dem Halbfeld auf dem Kopf von Stephan Sanders, aber Keeper Macel Dietz reagierte glänzend (3.). Wesels Torhüter Raven Olschewski konnte hingegen den Ball ohne große Mühe aufnehmen, als ebenfalls nach einer Standardsituation Oguzhan Cuhaci aus kürzester Distanz den Ball eher streichelte. Marcel Vogel für Sterkrade und Christopher Abel für den PSV ließen innerhalb von 60 Sekunden die weiteren Möglichkeiten in Hälfte eins aus (29.).

Ohne den mit zwei Treffern bisher erfolgreichsten Torschützen Sebastian Eisenstein (beruflich verhindert) und auch ohne Bastian Rupsch, der zusammen mit Jona Sobotta und Robin Müller die zweite Mannschaft des PSV verstärkte, ging es in die zweite Halbzeit, die direkt mehr Fahrt aufnahm. Nico Giese scheiterte am Sterkrader Torhüter, die anschließende Ecke mit einem Kopfball von Sanders klärte der Gast kurz vor der Linie (47.). Erneut Giese (57.) und Dorian Weber (64.) tauchten völlig frei vor dem Torwart auf, zielten aber zu ungenau.

„Wir hätten das Spiel deutlich früher entscheiden müssen“, trauerte Assfelder später den beiden Chancen nach. Aber der Coach hatte ein glückliches Händchen, wechselte Viktor Klejonkin nach 73 Minuten ein, der zuletzt im Kader des Gastes gestanden hatte. Aus 25 Metern zog der 28-Jährige ab, Marcel Dietz sah beim goldenen PSV-Treffer ganz alt aus (84.). „Unser Sieg war absolut verdient“, so Assfelder, der mit seiner Elf auf den fünften Platz kletterte.

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