Lokalsport: Jetzt gilt es für die HSG Wesel

Lokalsport : Jetzt gilt es für die HSG Wesel

Der Vorletzte der Handball-Oberliga trifft nun auf die großen Konkurrenten im Abstiegskampf. Am Sonntag erwartet die HSG das Schlusslicht TuS Lintorf. Sechs Tage später spielt sie beim Drittletzten SV Neukirchen.

Die HSG Wesel steht in der Handball-Oberliga zum Abschluss des Jahres vor richtungsweisenden Partien. Am Sonntag erwartet der Vorletzte HSG (3:15-Zähler) das punktgleiche Schlusslicht TuS Lintorf um 16 Uhr zum Duell der Kellerkinder in der Halle Nord. Sechs Tage später tritt die Mannschaft von Trainer Sven Esser beim Drittletzten SV Neukirchen (4:14-Zähler) an - jetzt gilt es für die HSG.

"Angesichts der Tabellensituation ist das für uns ein extrem wichtiges Spiel", sagt Trainer Sven Esser mit Blick auf die Partie gegen Lintorf. "Für beide Teams gilt in dieser Begegnung das Prinzip Hoffnung." Die Ausgangslage ist klar: Mit einem Heimerfolg - dem zweiten der Saison - könnte die abstiegsgefährdete HSG nicht nur gegen die Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib Boden gutmachen, sondern auch den Anschluss an das untere Mittelfeld der Tabelle wieder herstellen. "Das geht aber nur, wenn wir auf uns schauen und alles in dieses Spiel investieren", sagt Esser. Er nimmt seine Mannschaft, die zuletzt enttäuscht hat, in die Pflicht. "Wenn wir nicht alles abrufen und uns so präsentieren wie in Wuppertal, dann werden wir nichts gewinnen. Abgesehen von den ersten fünf Minuten war da nichts oberligareif."

Esser bleibt aber optimistisch. Er setzt auf den Vorteil der dreiwöchigen Spielpause. "Für uns war diese Zeit insofern extrem wichtig, weil einige Akteure ihre Verletzungen auskurieren konnten." Die Folge: Der Coach kann zumindest in der ersten der beiden Begegnungen gegen die großen Konkurrenten im Rennen um den Klassenerhalt nahezu auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Nachdem auch Niklas Weghaus einen Kapselriss auskuriert hat, wird lediglich Michael Abbing noch fehlen. Er befindet sich zwar schon wieder im Lauftraining. "Aber das Spiel am Sonntag kommt definitiv noch zu früh für ihn", so Sven Esser.

Der Gegner aus Lintorf sah sich angesichts der prekären Tabellensituation zum Handeln gezwungen und reaktivierte zwei Spieler, die zum Saisonende bereits aufgehört hatten. Außerdem zog der Club die Reißleine und wechselte den Coach. Christian Beckers wurde nach dem 19:23 gegen Unitas Haan von seinen Aufgaben entbunden. Der Sportliche Leiter Kalle Töpfer, der früher für TuSEM Essen in der Bundesliga und im Europapokal spielte, hat nun auch auf der Bank das Sagen. Mit ihm verlor das Team zwar 18:27 bei Borussia Mönchengladbach, feierte aber anschließend beim 27:19 gegen die SG Überruhr den ersten Saisonsieg. "Wir werden auf eine zwar junge, aber talentierte und motivierte Mannschaft treffen", sagt Sven Esser, der den Ausgang der Partie völlig offen sieht.

(RP)