Eishockey: "Ich gebe die Richtung vor"

Eishockey : "Ich gebe die Richtung vor"

Interview Welche Pläne Zdenek Kiklhorn beim EHV Wesel 2009 hat

Zdenek Kiklhorn ist neben dem Vorsitzenden Wolfgang Breuer jetzt der zweite starke Mann beim EHV Wesel 2009. Der 53-Jährige ist nicht nur Trainer der ersten Mannschaft, sondern auch Sportlicher Leiter des Clubs. Während Breuer sich ausschließlich um die finanziellen Angelegenheiten kümmern will, soll Kiklhorn in Sachen Sport den Kurs vorgeben. Joachim Schwenk sprach mit dem Coach.

Sie dürften eigentlich keine gute Erinnerungen an Wesel haben. 2006 wurde Ihr Vertrag beim EHC trotz sportlicher Erfolge überraschend nicht verlängert, was ein Rauswurf war.

Kiklhorn Das war ganz normales Tagesgeschäft. Ich wollte bleiben, der damalige Vorsitzende Heinz Hoffmann wollte mich nicht mehr – damit muss ein Trainer leben. Das ist deshalb vergessen. Beim EHV sind jetzt andere Leute am Ruder. Und es herrschen andere Bedingungen.

Die machen Sie in sportlicher Hinsicht zum starken Mann beim EHV.

Kiklhorn Das macht die Aufgabe so reizvoll. Ich bin nicht nur für die Mannschaft verantwortlich, die ich trainiere. Ich gebe bei einem Verein, der bei Null anfängt, die gesamte sportliche Richtung vor – auch beim Nachwuchs. Dort wird nach meinen Vorstellungen trainiert. Und ich werde die Leute als Trainer einsetzen, von denen ich der Meinung bin, dass sie für den Job geeignet sind.

Was werden Ihre ersten Schritte sein?

Kiklhorn Es gibt einiges zu tun. Die erste Mannschaft hat noch nicht genügend Spieler. Die fehlen zum Teil auch bei den Nachwuchs-Teams, bei denen zudem die Trainer noch nicht feststehen. Es besteht eine Menge Handlungsbedarf, wobei ich den Schwerpunkt auf die Jugendarbeit legen möchte.

Mit welchem Ziel?

Kiklhorn Ziel muss es sein, so schnell wie möglich in allen Altersklassen eine Mannschaft stellen zu können. Und man muss mehr bieten als nur eine Trainingseinheit und ein Spiel pro Woche, wenn die Jugend sich weiterentwickeln soll.

(RP)
Mehr von RP ONLINE