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Lokalsport: Hülkenberg mit Platz sechs in Monaco nicht zufrieden

Lokalsport : Hülkenberg mit Platz sechs in Monaco nicht zufrieden

Emmericher ist beim Rennen im Fürstentum beim Reifenpoker der Verlierer. Zum Schluss gelingt ihm ein Bravourstück.

Die beste Saisonleistung ist Nico Hülkenberg beim prestigeträchtigen Großen Preis von Monaco gelungen. Der Emmericher beendete das Rennen im Fürstentum auf dem sechsten Platz. Für das Highlight bei Force India sorgte Teamkollege Sergio Perez, der im Reifenpoker alle Trümpfe auf seiner Seite hatte und schließlich als Dritter wieder Podestluft schnuppern durfte.

Hülkenberg war keineswegs zufrieden mit seinem sechsten Platz, "weil ich die Pace für das Podest hatte". Doch während bei Perez der Boxen-Stopp super getimt war, zog der Emmericher die Niete. Zu Beginn des Rennens regnete es in Monte Carlo heftig. Die Rennleitung entschied sich zu einem Start hinter dem Safety Car. Alle Fahrer mussten Regenreifen aufziehen. Nach neun Runden hinter dem Safety Car wurde das Rennen dann freigegeben. Hülkenberg konnte seinen hervorragenden fünften Startplatz halten. Allerdings schwächelte Vizeweltmeister Nico Rosberg und hielt neben Nico Hülkenberg auch Sebastian Vettel, der auf Position vier lag, auf.

Sowohl die Ferrari-Crew als auch Force India entschieden sich bei abtrocknender Strecke für einen frühen Wechsel auf die Intermediates. "Ich denke, das Timing unseres ersten Pitstopps war falsch", sagte Hülkenberg. "Das hat mich einige Positionen auf der Strecke gekostet. Ich war dann voll im Verkehr. Im Prinzip hat es mein Rennen ruiniert, weil ich den Rest des Nachmittags festgehangen habe."

Robert Fernley, stellvertretender Teamchef von Force India, kündigte an, dass der Rennstall nochmal überprüfen wird, ob man hätte warten sollen, ehe man Hülkenberg an die Box beordert. "Um ehrlich zu sein, können solche Entscheidungen aber in beide Richtungen gehen", sagte Fernley. "Wir haben uns für den frühen Stopp entschieden. Aber dann lag Nico hinter Massa, was sich als sehr schlecht für sein Rennen herausstellen sollte." Denn die Leistung von Perez zeigte, dass der Force India Potenzial für mehr hatte. Doch die limitierten Überholmöglichkeiten in Monte Carlo verhinderten ein besseres Resultat.

Nichtsdestotrotz lieferte Nico Hülkenberg noch ein echtes Bravourstück in der letzten Runde des Rennens ab. Der 28 Jahre alte Emmericher war lange hinter Mercedes-Pilot Nico Rosberg hergefahren. "Ich habe es endlich mit einem guten Versuch in der letzten Kurve des Rennens an Rosberg vorbeigeschafft", sagt Hülkenberg. "Wir hatten beide schon ziemlich heruntergefahrene Reifen. Dann fing es wieder an zu nieseln. Es war unheimlich schwer, das Auto auf der Strecke zu halten. Ich kam dann besser aus der Kurve heraus und habe ihn, glaube ich, um eine Autolänge geschlagen."

(tt)