Fußball: HSV will weiter nach oben

Fußball : HSV will weiter nach oben

Bezirksligist Hamminkelner SV peilt mit erheblichen Verstärkungen ein besseres Ergebnis als in der letzten Saison an. Da wurde er immerhin Vierter. Der SV Bislich muss gleich vier Stammspieler ersetzen.

Mit einem ehrgeizigen Ziel geht der Hamminkelner SV in die neue Saison in der Fußball-Bezirksliga. Trainer Norbert Schmiedner möchte mit seiner Mannschaft "wenigstens einen Platz besser" als in der vergangenen Spielzeit sein. Da wurde der HSV immerhin Vierter. Seine Ambitionen hat der Club auch beim Thema Neuzugänge unterstrichen. Er hat in Kadir Güzel (VfL Rhede), Carsten Bossow und Daniel Schild (beide PSV Wesel) gestandene Akteure verpflichtet, die wenigstens schon eine Klasse höher aufgelaufen sind. Zudem sicherte sich der HSV die Dienste von Tom Klump (PSV Wesel II), Firat Samhal (SV Bislich) und Price Mowa (SV Rees), die auch über Bezirksliga-Erfahrung verfügen. Schmiedner hat damit in allen Bereichen die Qual der Wahl, weshalb er aus gutem Grund zuversichtlich in die Saison gehen kann. "Wir haben jetzt einen richtigen Konkurrenzkampf", sagt der Trainer.

Dennis Lindemann (rechts), neuer Coach des SV Bislich, beendet seine Laufbahn auf dem Platz. Rückkehrer Stefan Jahny (links) wird beim Bezirksligisten sein spielender Co-Trainer. Foto: Bosmann

Für die restlichen Bezirksligisten aus Wesel, Hamminkeln und Drevenack geht's in erster Linie um den Klassenerhalt. Der wird bekanntlich schwerer zu erreichen sein. Diesmal steigen vier Teams der Gruppe mit 17 Mannschaften auf jeden Fall ab. Der Fünftletzte muss in die Relegation. Der SV Bislich geht mit elf neuen Kickern in die Saison — darunter vier Spieler aus den eigenen Reihen. "Wir mussten etwas tun, da wir wertvolle Akteure verloren haben", sagt der neue Coach Dennis Lindemann. Er selbst wird nicht mehr auflaufen. Zudem haben die Stammspieler Dennis Sengbusch, Dario Floris (beide PSV Wesel) und Firat Samhal (Hamminkelner SV) den Verein verlassen. Die neuen Führungsspieler im Team sollen Andreas Mansfeld (Hamborn 07) und Rückkehrer Stefan Jahny (SV Laar 21) sein, der auch Co-Trainer wird.

Dema-Brüder melden sich ab

Die TuS Drevenack hat noch nicht alle Personalfragen für ihr zweites Bezirksliga-Jahr geklärt. Zum einen ist ungewiss, ob sie nach Ricco Schendel, Julian Weinand und Stefan Kühn (alle SV Friedrichsfeld) weitere Stammkräfte verliert. Denn Mumibekir Dema und Tajib Dema haben sich abgemeldet. "Wir wollen aber versuchen, sie trotzdem zu halten", sagt Trainer Frank Saborowski. Zum anderen ist der Club noch mit möglichen Neuzugängen im Gespräch. "Wir brauchen noch zwei Akteure für die Defensive", meint Saborowski.

Aycin Özbek, Trainer des PSV Wesel II, setzt vor allem auf Verstärkungen aus den eigenen Reihen. Darunter sind die Torjäger der vierten Mannschaft, die Vizemeister in der Kreisliga C wurde. Finn Kleinübbing erzielte dabei erstaunliche 64 Treffer. Sein Bruder Arne Kleinübbing schoss 38 Tore. "Beide wollten zuletzt nicht in einer höheren Klasse spielen. Jetzt machen sie erst einmal die Vorbereitung bei uns mit", sagt Özbek. Er peilt mit seinem Team einen einstelligen Tabellenplatz an. "Das müsste möglich sein, wenn uns nicht mehr die Fehler unterlaufen, die wir im ersten Jahr in der Bezirksliga gemacht haben."

BW Dingden hat die Mannschaft, die souverän Meister in der Kreisliga A wurde, noch einmal verstärkt. Philipp Rensing (VfL Rhede) und Julian Rathofer (1. FC Bocholt) bringen Erfahrung aus der Oberliga mit. "Diese Neuzugänge brauchen wir auch. Schließlich stehen mir in Carsten Gutt und Carsten Bleise zwei erfahrene Spieler nicht mehr zur Verfügung", sagt Trainer Sven Westhus. Er hofft, dass sich der Club weitere Verstärkungen sichern kann, um das Ziel einstelliger Tabellenplatz zu erreichen. Westhus: "Es laufen noch Gespräche mit Spielern."

Vertrauen in das Aufstiegsteam

GW Lankern, der zweite Neuling, setzt auf das Team, das überraschend erstmals in der Vereinsgeschichte den Sprung in die Bezirksliga geschafft hat. Alle Spieler blieben dem Club treu. Neu im Kader ist nur Stürmer Jan van der Linde, der in der Saison 2010/11 mit 20 Treffern bester Torschütze des Teams war. Er hatte in der vergangenen Spielzeit eine Pause eingelegt. "Wir hätten gerne ein oder zwei Akteure geholt und haben auch Gespräche mit Spielern geführt. Doch die wollten es erst einmal noch bei ihren derzeitigen Clubs versuchen. Vielleicht klappt der Wechsel ja in der Winterpause", sagt Trainer Ulrich Kley-Steverding. Er ist guter Dinge, dass er auch mit dem bisherigen Kader das Ziel Klassenerhalt erreichen kann. "Die Jungs sind sehr hochmotiviert. Das Potenzial für die Bezirksliga ist vorhanden. Und wir haben den Vorteil, dass wir schon eingespielt sind."

(RP)