Lokalsport: HSV sieht sich gegen Aufsteiger als Außenseiter

Lokalsport : HSV sieht sich gegen Aufsteiger als Außenseiter

Fußball-Bezirksliga: Die Hamminkelner treffen ohne ihren Trainer Thorsten Albustin auf den SC 1920 Oberhausen.

Für Michael Tyrann ist es sicherlich keine neue Erfahrung. "Schließlich war ich bisher immer Cheftrainer", sagt der 38-Jährige. Neu ist für ihn hingegen der Job des Co-Trainers, den er nun für eine Woche ruhen lässt. Denn aufgrund des Urlaubs des etatmäßigen Übungsleiters Thorsten Albustin hat Tyrann beim Fußball-Bezirksligisten Hamminkelner SV in den ersten zwei Saisonbegegnungen das Sagen an der Seitenlinie. Zum Auftakt empfängt der HSV am Sonntag ab 15 Uhr den Aufsteiger SC 1920 Oberhausen.

Doch ein wirklicher Neuling reist da nicht nach Hamminkeln. Auch Tyrann sieht den Gast aus Oberhausen nicht als "Underdog" an, sondern vielmehr das eigene Team. "Nicht der Aufsteiger, sondern wir sind krasser Außenseiter", sagt der Coach. Von der Spielstärke der Oberhausener überzeugte sich Tyrann erst am vergangenen Sonntag. In der Pokalrunde auf Verbandsebene setzten sich die Oberhausener beim Bezirksligisten SC 26 Bocholt mehr als deutlich mit 5:1 durch. Der HSV-Trainer war Zeuge der Begegnung am Spielfeldrand und konnte sich von der Stärke des Auftaktgegners persönlich überzeugen. "Fußballerisch ist Oberhausen zweifellos besser als wir", meint Tyrann sogar. Besonders die Offensive sei bärenstark. 148 Treffer standen in der vergangenen Spielzeit zu Buche, davon gingen alleine 62 auf das Konto von David Möllmann - auf den HSV kommt wirklich ein hartes Stück Arbeit zu.

Dies weiß auch Tyrann. "Wir müssen sehr aggressiv agieren und lange die Null halten", verlangt er. Die eigene personelle Situation erweist sich dabei jedoch als Handicap. Kapitän Peter Hütten fällt mit seinen hartnäckigen Oberschenkelproblemen weiter aus, auch Felix Paus muss wegen einer Zerrung passen. Die Hamminkelner Ausfallliste komplettieren die drei Urlauber Marius Laub, Tom Klump und Johannes Götz.

"Aber wenn wir alles in die Waagschale werfen, dann können wir auch etwas holen", sagt Tyrann, der besonders von Neuzugang Maximos Fachantidis sehr angetan ist. "Er ist auf jeden Fall eine Bereicherung für uns", so Tyrann vor dem Start in die neue Spielzeit.

(R.P.)