Lokalsport: HSG Wesel will schwarze Serie stoppen

Lokalsport : HSG Wesel will schwarze Serie stoppen

Der abstiegsgefährdete Handball-Oberligist hat in dieser Saison alle Spiele in des Gegners Hallen verloren. In der Partie bei Mettmann Sport will der Vorletzte erstmals auswärts punkten, um die Chancen auf den Klassenerhalt zu verbessern.

Die HSG Wesel schöpft wieder etwas mehr Mut im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga, nachdem sie vor zwei Wochen beim überraschenden 24:22 in der Heimpartie gegen den TV Aldekerk II den dritten Sieg in dieser Saison geschafft hat. Mit diesem Erfolgserlebnis im Rücken nimmt die HSG, die mit 7:23-Punkten auf dem vorletzten Platz steht und vier Zähler Rückstand auf den auf jeden Fall rettenden elften Rang hat, ihre nächste schwere Aufgabe in Angriff. In der Begegnung beim Tabellenneunten Mettmann-Sport soll der Abstand zu den Nicht-Abstiegsrängen am Samstag, 17.30 Uhr, mit einem Auswärtssieg weiter verkürzt werden.

Die Aufgabe ist ambitioniert, denn der Gastgeber liegt derzeit mit 16:14-Zählern im gesicherten Mittelfeld der Tabelle und konnte seine letzten drei Punktspiele gewinnen. "Nach dem lang ersehnten Erfolgserlebnis gegen Aldekerk ist bei uns natürlich noch lange nicht alles wieder gut. Aber es hat unsere Stimmung sichtlich gehoben. Wir sollten im Abstiegskampf nach Möglichkeit schon am Samstag nachlegen", sagt der Weseler Trainer Sven Esser.

Zwar konnte die HSG den Abstand zum rettenden Ufer wieder etwas verringern, überzeugend waren die Leistungen zuletzt allerdings noch nicht. Insofern wissen alle im HSG-Lager das letzte Erfolgserlebnis vor eigenem Publikum auch richtig einzuordnen. Die Situation ist nach wie vor kritisch, der Druck immens. "Kämpferisch war zuletzt vieles in Ordnung", sagt Sven Esser. "Aber in spielerischer Hinsicht ist sicherlich noch viel Luft nach oben." Nach der Partie gegen Aldekerk war das dem Weseler Übungsleiter zunächst aber einmal egal. "Was für uns zählte, waren allein die beiden Punkte."

Was Hoffnung macht, auch in Mettmann bestehen zu können, ist die Tatsache, dass die Weseler das Hinspiel ausgeglichen gestalten konnten und am Ende beim 30:30 sogar unglücklich einen Punkt abgeben mussten. Da spielte das Team allerdings vor heimischer Kulisse. In fremden Hallen hingegen tut sich die HSG in dieser Saison enorm schwer. Die bislang gewonnen sieben Punkte sammelte das Esser-Team allesamt daheim. "Wenn wir endlich da unten rauskommen wollen, dann müssen wir irgendwann auch mal auswärts punkten", sagt der Coach.

Personell kann der Oberligist immerhin aus dem Vollen schöpfen. Bei den letzten beiden Trainingseinheiten vor dem Spiel in Mettmann waren alle Mann an Bord. Jetzt geht es darum, den Schwung des Erfolges mitzunehmen. "Wir wollen dem Gegner auf Augenhöhe begegnen", sagt Esser und gibt die Losung für Samstag aus. "Wir müssen hellwach sein und kämpferisch dagegenhalten. Dann haben wir eine echte Chance."

(RP)
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