Lokalsport: HSG Wesel vergibt die letzte Chance

Lokalsport : HSG Wesel vergibt die letzte Chance

Handball: Der Oberligist kassiert eine 27:28-Niederlage im Kellerduell gegen den SV Neukirchen. Der Tabellenvorletzte hat den Klassenerhalt nicht mehr in eigener Hand. Vor allem in der ersten Hälfte präsentiert sich der Gastgeber schlecht.

Jetzt hilft nur noch ein Wunder, um den Klassenerhalt doch noch zu schaffen. Der Handball-Oberligist HSG Wesel hat das wichtige Kellerduell gegen den SV Neukirchen denkbar knapp mit 27:28 (9:15) verloren. Damit ist das rettende Ufer drei Punkte entfernt - bei noch vier zu vergebenden Zählern. Zudem hat es das Restprogramm der HSG in sich.

In der kommenden Woche geht es zum TV Angermund und danach kommt der Meister MTV Rheinwacht Dinslaken in die Halle Nord. Unter den Augen ihres zukünftigen Trainers Jan Mittelsdorf präsentierte sich die HSG gestern nicht gerade von ihrer Schokoladenseite.

In der Anfangsphase wollte dem Gastgeber vor allem im Spiel nach vorne nichts gelingen. Den ersten Treffer für die HSG erzielte Philipp Müngersdorf in der zwölften Minute zum zwischenzeitlichen 1:5. Doch auch dieses Tor wollte die Weseler nicht so recht wach rütteln. In der Abwehr ohne Körpersprache und vorne unkonzentriert im Abschluss machte der Tabellenvorletzte sich das Leben selbst schwer.

Die Gäste aus Neukirchen spielten zwar keinen schönen Handball, waren aber immerhin effektiv. Wesels verletzter Top-Torjäger Fabian Gorris wurde an allen Ecken und Enden vermisst, die übrigen Spieler taten sich schwer, einfache Tore aus der zweiten Reihe zu erzielen.

Gegen Mitte der ersten Halbzeit reagierte HSG-Trainer Sven Esser dann und brachte Niklas Weghaus ins Spiel. Dieser wusste sofort durch Dynamik und Wurfeffektivität zu glänzen und brachte wieder Leben ins Spiel der Weseler.

Zur Pause bereits mit sechs Toren in Rückstand hatte die HSG noch einiges an Arbeit vor sich. Doch auch die ersten Minuten der zweiten Halbzeit gingen an die Gäste. Schnell lag der Gastgeber mit 12:20 zurück (38.) und musste erneut reagieren. Sven Esser zückte die Grüne Karte und bat seine Spieler zur Auszeit. Seine Worte fanden Gehör, denn die HSG kämpfte sich durch eine offensive Deckung zurück in die Partie. Zwei Minuten vor dem Ende noch mit 24:28 im Hintertreffen gab sich die HSG nicht auf. Allen voran Daniel Weber, der in der Restzeit noch drei Treffer erzielte und alles versuchte, um seine Mannschaft am Leben zu halten. Gereicht hat es am Ende aber nicht.

Was das für sein Team bedeutet, konnte Wesels Trainer Sven Esser schnell in Worte fassen. "Wir müssen da ganz realistisch rangehen. Aus eigener Kraft können wir es nicht mehr schaffen. Eigentlich war das heute die letzte Chance auf den Klassenerhalt. Dennoch kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat super gekämpft. Wir haben viel versucht, aber es sollte nicht sein", sagte der Übungsleiter.

HSG Wesel: A. Schnier, Hünting - Heffels, Abbing (3), Hauenstein, Pannen, Müngersdorf (2), Pobric (3), Daniel Weber (8/1), Rühl, Dominik Weber (4), C. Schnier (2), Weghaus (5), Schwarz.

(RP)
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