Lokalsport: HSG Wesel steht wieder auf Abstiegsplatz

Lokalsport : HSG Wesel steht wieder auf Abstiegsplatz

Der Handball-Oberligist schafft es selbst beim Schlusslicht nicht, zum ersten Mal in dieser Saison auswärts zu punkten. Die Mannschaft von Trainer Sven Esser verliert beim TuS Lintfort mit 18:21 und fällt auf den vorletzten Rang zurück.

Eine ganz bittere Pille musste Handball-Oberligist HSG Wesel im Rennen um den Klassenerhalt am Samstagabend schlucken. Das Team von Trainer Sven Esser, das in den vier Partien zuvor drei Siege geschafft hatte, verlor beim Schlusslicht TuS Lintorf, das sich kaum noch retten kann, mit 18:21 (8:8). Da der SV Neukirchen parallel sein Heimspiel gegen die SG Überruhr mit 27:21 gewann, fiel die HSG wieder auf den vorletzten Platz zurück, der den Abstieg bedeutet. "Wir ärgern uns sehr über diese Pleite", sagte Esser, der mit seinem Personal auswärts weiter ohne Punktgewinn ist. "Wir haben eine große Chance vergeben, unsere Leistung nicht abgerufen und eine knappe Partie dumm verloren."

Von Beginn an entwickelte sich ein enges und offenes Spiel, in dem der Gastgeber den besseren Start erwischte. Der TuS Lintorf führte nach 14 Minuten mit 5:2, weshalb sich HSG-Coach Esser gezwungen sah, eine erste Auszeit zu nehmen. "Ich habe die Dinge angesprochen, die nicht gut waren", sagte der Trainer. "Danach haben wir es deutlich besser hinbekommen." Beim 8:7 (28.) lag der Gast aus Wesel zum ersten Mal in Führung, musste aber vor der Pause noch den Ausgleich zum 8:8 hinnehmen. "Es war Abstiegskampf pur und wirklich kein schönes Spiel", so Esser.

Auch nach dem Wechsel konnte sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen. Die HSG Wesel führte noch zwei Mal beim 13:12 (43.) sowie 14:13 (48.) und durfte sich Hoffnungen auf den ersten Auswärtserfolg der Saison machen. Bis in die Schlussphase hinein blieb die Begegnung spannend. 17:17 stand es nach 56 Minuten. Erst "zwei, drei dumme Fehler", so Esser, brachten die HSG auf die Verliererstraße. "In der Phase haben wir noch einmal alles versucht, aber nicht mehr konsequent genug gedeckt und vorne leichte Bälle verloren", so der HSG-Coach. "Und in den entscheidenden strittigen Situationen hat uns das Quäntchen Glück gefehlt."

Der Trost: Entschieden ist im Abstiegskampf noch nichts. In den drei noch ausstehenden Spielen kann die HSG Wesel den Rückstand von einem Punkt auf den in jedem Fall rettenden viertletzten Platz noch wettmachen. Am kommenden Sonntag empfangen die Weseler den SV Neukirchen um 16 Uhr in der Sporthalle Nord. "Dann steht für uns das nächste Endspiel auf dem Programm", sagt Sven Esser.

HSG Wesel: A. Schnier, Hünting - Heffels (1), Abbing, Pannen, Gorris (5), Pobric (5), Da. Weber (1), Rühl, Do. Weber (1), Weghaus (1), C. Schnier (1), Popovic, Schwarz (3/2).

(RP)
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