Lokalsport: HSG Wesel plant die Trendwende

Lokalsport : HSG Wesel plant die Trendwende

Der Handball-Oberligist ist noch nicht in der neuen Saison angekommen. Am Sonntag ist Mettmann-Sport zu Gast. HSG-Trainer Sven Esser fordert eine verbesserte Angriffsleistung und eine nach wie vor stabile Defensive.

Zwei Spiele, zwei unglückliche Niederlagen: Für den Handball-Oberligisten HSG Wesel hätte die zweite Spielzeit nach dem Aufstieg kaum schlechter beginnen können. Wenn am Sonntagnachmittag um 16 Uhr die Handballer von Mettmann-Sport zum Gastspiel an den Niederrhein kommen, stehen Trainer Sven Esser und sein Team bereits unter Druck. "Wir wollen unbedingt das erste Erfolgserlebnis", sagt der Trainer der gastgebenden HSG, "damit wir uns nicht gleich zu Saisonbeginn unten in der Tabelle festsetzen. Sonst wird es schwer, sich dort wieder herauszukämpfen."

Deshalb soll in der anstehenden Begegnung die Trendwende geschafft und die ersten Punkte erkämpft werden. Den Schlüssel zum Erfolg sieht Esser dabei in einer deutlichen Verbesserung der bislang dürftigen Angriffsleistung. "Im ersten Spiel 21 Tore, im zweiten nur 18 - das ist in aller Regel zu wenig, um zu gewinnen und macht in Summe eben null Punkte", so der Coach. "Wir müssen uns gewaltig steigern und die einfachen Tore machen."

Dennoch möchte er nach den beiden knappen Auftaktniederlagen nicht alles schlecht reden. "In der Defensive haben wir in beiden Partien über weite Strecken sehr gut gestanden und nur wenig zugelassen", sagt er und hofft, daran am Sonntag anknüpfen zu können.

Über den Gegner indes weiß der HSG-Coach zu berichten, dass er - ähnlich wie die HSG - zahlreiche Abgänge zu kompensieren hatte und sich ebenfalls noch finden muss. Allerdings konnte Mettmann-Sport in der Heimpartie gegen die SG Überruhr am vergangenen Spieltag bereits ein erstes Erfolgserlebnis (27:24) feiern und kommt mit breiter Brust nach Wesel. Für Esser ist das aber kein Thema. "Wir wollen weniger auf den Gegner als vielmehr auf uns selbst schauen", sagt der Coach. Dabei hofft er nicht zuletzt auch auf die Unterstützung der eigenen Fans, von denen beim ersten Heimspiel immerhin 150 in der Halle waren. "Gerade wenn es sportlich nicht rund läuft, fühlt man sich deutlich wohler mit dem eigenen Anhang im Rücken", so Esser. Immerhin: Auf der Torhüter-Position deutet sich zumindest Entspannung an.

Marius Hünting, Langzeitverletzter und nur mit einem folgenschweren Kurzeinsatz in der vergangenen Saison, hat sich weitestgehend von den Folgen eines Kreuzbandrisses erholt und trainiert seit kurzer Zeit wieder gemeinsam mit der Mannschaft. Möglicherweise kommt ein Einsatz am Wochenende noch zu früh, ganz sicher aber soll er in der darauf folgenden Begegnung als zweiter Keeper wieder auf der HSG-Bank sitzen. "Andererseits", so Esser, "hat es Adrian Schwier als einziger Torhüter in den ersten beiden Partien im Zusammenspiel mit der Abwehr sehr gut gelöst und zwei Mal eine starke Leistung abgeliefert."

(RP)
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