Lokalsport: HSG Wesel gibt Hoffnung noch nicht auf

Lokalsport : HSG Wesel gibt Hoffnung noch nicht auf

Der Vorletzte der Handball-Oberliga hat erst sieben Punkte auf dem Konto und liegt vier Zähler hinter dem auf jeden Fall rettenden Platz elf zurück. Trainer Esser schreibt sein Team aber noch nicht ab. Sonntag kommt der Tabellenzweite.

Die Hoffnung stirbt zuletzt - auch bei der HSG Wesel. Trainer Sven Esser glaubt jedenfalls noch daran, dass er sich im Sommer beim Handball-Oberligisten mit dem Klassenerhalt in Richtung HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg verabschieden kann. "Wir liegen nur vier Punkte hinter dem auf jeden Fall rettenden elften Platz zurück und haben noch zehn Spiele, in denen 20 Zähler vergeben werden. Selbstverständlich ist da noch die Hoffnung da, den Abstieg zu vermeiden", sagt der Coach des Vorletzten, der in 16 Partien allerdings auch erst sieben Punkte gewonnen hat. Und es sind große Zweifel angebracht, dass sich an diesen Zahlen am Sonntag etwas ändern wird. Schließlich erwartet die HSG Wesel 16 Uhr den Tabellenzweiten HG LTG/HTV Remscheid in der Halle Nord.

Sven Esser hat eine hohe Meinung vom Kontrahenten. "Für mich hat Remscheid das stärkste Team mit den besten Einzelspielern", sagt er. Im Hinspiel hatten die Weseler eine starke Leistung gezeigt, waren über weitere Strecken sogar die bessere Mannschaft und hatten nur knapp mit 25:26 verloren. "Damals mussten sich die Remscheider, die einige neue Spieler im Team hatten, aber erst noch finden. Jetzt ist die Mannschaft deutlich stabiler geworden", sagt der Weseler Übungsleiter.

Auch die aktuelle personelle Situation bei der HSG Wesel ist nicht gerade dazu angebracht, in großen Optimismus zu verfallen. Wie schon vor dem Hinspiel hat die Grippewelle die HSG erreicht. Gleich mehrere Akteure mussten deshalb in dieser Woche beim Training passen. Lediglich sechs Spieler waren bei der Übungseinheit am Dienstag dabei. "Wir schauen mal, wer am Sonntag überhaupt auflaufen kann. Im Moment müssen wir uns überraschen lassen. Ich gehe aber vorsichtig davon aus, dass es bei allen reichen wird", sagt der HSG-Trainer.

Allerdings steht auch der Einsatz des wohl wichtigsten Akteurs auf der Kippe. Rückraumspieler Fabian Gorris, mit Abstand der erfolgreichste Werfer des Oberligisten, musste am vergangenen Samstag bei der 28:30-Niederlage bei Mettmann Sport wegen seiner anhaltenden Knieprobleme die letzten 15 Minuten zuschauen. Esser: "Wir müssen kurzfristig entscheiden, ob Fabian spielen kann."

Trotz der schlechten Voraussetzungen hofft der Gastgeber, dass er seine Lage mit einem überraschenden Erfolg verbessern kann. "Wir fühlen uns bei Heimspielen wohler. Nicht umsonst haben wir unsere sieben Punkte alle vor eigenem Publikum geholt", sagt Esser. Er weiß, dass der Knoten bei der HSG langsam auch in des Gegners Hallen platzen muss, wenn es ein Happy End im Abstiegskampf geben soll.

Zwei Teams müssen auf jeden Fall runter in die Verbandsliga. Stand heute wird es drei Mannschaften erwischen. Grund: In der Dritten Liga und der Regionalliga stehen Teams aus dem Verband Niederrhein auf Abstiegsplätzen. "Wir stellen uns deshalb darauf ein, dass wir Viertletzter werden müssen, um in der Oberliga zu bleiben", sagt Esser.

(RP)