HSG Wesel enttäuscht bei 24:33-Heimniederlage

Handball : HSG Wesel enttäuscht bei 24:33-Heimniederlage

Der Verbandsligist ist gegen den TV Kapellen chancenlos und hat im zweiten Saisonspiel erneut das Nachsehen.

Die Heimpremiere hätte kaum schlimmer enden können. Handball-Verbandsligist HSG Wesel unterlag vor eigenem Publikum dem TV Kapellen deutlich mit 24:33 (12:17) und kassiert die zweite Niederlage im zweiten Saisonspiel. Über die gesamte Dauer der Begegnung war der Oberliga-Absteiger nicht in der Lage, dem Gegner Paroli zu bieten. Im Gegenteil: das Ergebnis hätte sogar noch deutlicher ausfallen können, hätten die Gäste ihre Konzentration bis zum Ende beibehalten. So gelang der in der Schlussphase zumindest noch ein wenig Ergebniskosmetik. „Wir haben heute eine sehr schlechte Leistung geboten. Der Gegner hat richtig gut agiert, während wir zu keiner Zeit Zugriff auf das Spiel bekommen haben”, sagte Trainer Jan Mittelsdorf.

Grund zur Freude gab es nur nach 49 Sekunden, als Philipp Müngersdorf zum 1:0 und damit zur einzigen Weseler Führung traf. Doch nach fünf Minuten lag der TV Kapellen mit 4:1 vorne und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Nach 22 Minuten lag die HSG bereits mit 7:14 hinten. Der TV Kapellen traf dabei nicht einmal auf großen Widerstand und kam zu leichten Treffern. „In der Abwehr haben wir heute das Konzept und die Härte vermissen lassen”, sagte der Weseler Coach.

Bis zur Halbzeit kam sein Team zwar noch einmal auf 12:17 heran, verschlief dann aber den Wiederbeginn komplett und lag nach 37 Minuten mit 12:21 aussichtslos zurück. Vor allem dem Rückraum des Gastgebers fehlte es an Durchschlagskraft. Die logische Konsequenz: ein 18:30-Rückstand Mitte der zweiten Hälfte. Als dann auch noch einige strittige Schiedsrichterentscheidungen hinzukamen, ließ Nedim Pobric seinem Frust freien Lauf und sah dafür die Blaue Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung (54.). „Die Niederlage geht auch in dieser Höhe völlig in Ordnung”, so Mittelsdorf.

HSG Wesel: Baatz, Hünting - Vengels, Popric (2/2), Müngersdorf (8/1), Hauenstein (3), Daniel Weber (4/1), Popovic, Hermann (1), Steffens (1), Dominik Weber (2), Jacobi (3/1).

(beck)
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