Lokalsport: HSG Wesel braucht Schützenhilfe

Lokalsport : HSG Wesel braucht Schützenhilfe

Handball: Der Oberligist ist am Samstag beim TV Angermund zu Gast und hat nur noch theoretische Chancen, den Klassenerhalt zu schaffen. Alle Abstiegskonkurrenten müssten ihre Partien verlieren.

Die Aussichten sind sehr trüb: Zwei Spieltage vor Saisonende kämpft der Handball-Oberligist HSG Wesel um die letzte Chance im Kampf um den Klassenverbleib. Die Ausgangslage vor dem Auswärtsspiel am Samstag beim TV Angermund um 18.15 Uhr ist klar. Bei drei Punkten Rückstand auf den rettenden elften Platz muss ein Sieg her. Zugleich müssen die vor den Weselern positionierten Mannschaften des SV Neukirchen und des TSV Aufderhöhe verlieren, um zumindest die theoretische Chance auf den Nicht-Abstieg zu wahren.

"Allein vom Kopf her wird das sicher eine Mammut-Aufgabe, das Ding vielleicht doch noch zu drehen", sagt HSG-Trainer Sven Esser. "Alles andere als ein Abstieg meines Teams käme schon fast einer Sensation gleich." Der Coach spielt damit vor allem auf das Restprogramm der Weseler Handballer an, die neben dem Spiel in Angermund in der darauffolgenden Woche den Meister und Aufsteiger aus Dinslaken empfangen. Angermund selbst gilt als gut eingespielte Mannschaft, war in der Vorsaison Vizemeister, konnte aber in dieser Spielzeit aufgrund zahlreicher Verletzungssorgen nur selten sein wahres Potenzial abrufen. "Der TVA verfügt über einen starken Rückraum und ein sehr gut strukturiertes Angriffsspiel", sagt Esser. "Zudem macht das Team nur wenig Fehler."

Zwei weitere Dinge bereiten dem Coach, der sehr wohl weiß, dass die Chancen auf den Klassenverbleib lediglich noch rein rechnerischer Natur sind, Kopfzerbrechen. Zum einen ist da die unerklärliche Auswärtsschwäche seiner Mannschaft, die in zwölf Gastspielen in dieser Serie zwölf Niederlagen kassierte. Ebenso wenig hoffnungsvoll stimmt ihn die personelle Situation rund um seinen Kader. Neben Fabian Gorris werden auch Michael Abbing, Marius Hünting und Jörn Hauenstein nicht zur Verfügung stehen, die entweder beruflich oder privat verhindert sind. "Diejenigen, die da sind, werden hoffentlich allesamt fit und gesund sein", so Esser. "Die werden dann sicher auch alles raushauen." Und weiter. "Die Hoffnung stirbt zuletzt."

(RP)
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