Lokalsport: HSG vor entscheidenden Heimspielen

Lokalsport : HSG vor entscheidenden Heimspielen

Handball-Oberligist HSG Wesel, der sechs Partien vor Schluss fünf Punkte Vorsprung vor den Abstiegsplätzen hat, erwartet am Sonntag den Viertletzten TSV Aufderhöhe. Eine Woche später tritt Schlusslicht SG Überruhr in Wesel an.

Handball-Oberligist HSG Wesel steht im Kampf um den Klassenerhalt vor zwei entscheidenden Heimspielen. Am Sonntag empfängt der Tabellenachte (19:21-Punkte), der sechs Partien vor Schluss fünf Punkte Vorsprung vor den Abstiegsplätzen hat, den Viertletzten TSV Aufderhöhe (15:25) um 16 Uhr in der Halle Nord. Eine Woche später ist das Schlusslicht SG Überruhr (13:27-Punkte) in Wesel zu Gast. "Wenn wir Sonntag gewinnen, dann ist der Druck bei uns fast raus", sagt Coach Sven Esser.

Beim TSV Aufderhöhe trat Trainer Max Ramota nach der 20:25-Heimniederlage am vergangenen Samstag gegen die SG Überruhr zurück. "Seit Weihnachten ist ein Knacks in der Mannschaft. Ich möchte, dass der TSV in der Liga bleibt. Das geht nur ohne mich", begründete der ehemalige Bundesliga-Spieler seine Entscheidung. Der neue Trainer soll heute präsentiert werden.

Klar ist, dass dieser Wechsel für die HSG Wesel "zum ungünstigsten Zeitpunkt kommt", wie Sven Esser unumwunden einräumt. Denn nun bestehe die Gefahr, dass dies sich als entscheidender Impuls zum Positiven hin beim TSV Aufderhöhe entpuppen könnte. Zumal der Weseler Übungsleiter die Gäste ohnehin stärker einschätzt, als es der Tabellenstand aussagt.

Doch bei allen Nebengeräuschen im Team des Gegners weiß Sven Esser um die Stärke seiner eigenen Mannschaft. Dabei baut er auf die Leistung in den vergangenen zwei Spielen, als es beim Spitzenreiter DJK Adler Königshof ein achtbares 22:26 gab und zuvor die HG LTG/HTV Remscheid mit 37:31 in die Schranken verwiesen wurde. "Ich hoffe, dass wir in den vergangenen zwei Wochen die Kurve bekommen haben", sagt der HSG-Trainer. Er ist immer noch sehr glücklich über die zwei Punkte, die gegen Remscheid gewonnen wurden. "Sonst müssten wir jetzt von Endspielen im Abstiegskampf sprechen."

In der Hinrunde hatte die HSG Wesel beim TSV Aufderhöhe mit einem Rumpfteam mit 26:24 gewonnen. Der Schlüssel zum Sieg war damals, dass der Neuling gegen die routinierten und nicht mehr ganz so jungen TSV-Akteure ein hohes Tempo einschlug. Dieses Rezept will die HSG auch am Sonntag anwenden. Außerdem sieht Sven Esser den Druck beim Gegner. "Denn der TSV Aufderhöhe muss unbedingt gewinnen."

Neben den beiden verletzten Keepern Richard Kalus und Marius Hünting fällt bei der HSG Wesel auch Dominik Weber nach einer Schulter-Operation aus. Jörn Hauenstein fehlt aus beruflichen Gründen.

(RP)