Handball HSG hat gegen Biefang etwas gutzumachen

Wesel · Handball-Landesliga: Der Tabellenführer HSG Wesel empfängt den TV Biefang, gegen den es im letzten Duell eine 29:41-Niederlage setzte. SV Schermbeck will in Hiesfeld wieder Schritt nach vorne machen.

 Die HSG Wesel – hier Björn Fehlemann (am Ball) – will am Sonntag im neunten Spiel der Saison den neunten Sieg feiern.

Die HSG Wesel – hier Björn Fehlemann (am Ball) – will am Sonntag im neunten Spiel der Saison den neunten Sieg feiern.

Foto: Malz

Die HSG Wesel, Tabellenführer in der Handball-Landesliga, hat keine guten Erinnerungen an den Gegner, den sie im letzten Heimspiel des Jahres am Sonntag, 17.30 Uhr, in der Rundsporthalle erwartet. Denn im letzten Duell gegen den TV Biefang kassierte die HSG in der Saison 2011/2012 eine herbe 29:41-Niederlage, die das Unternehmen Aufstieg in die Verbandsliga zwischenzeitlich gefährdete.

Dem Weseler Trainer Sven Esser passt es allerdings gut ins Konzept, dass die HSG gegen den Kontrahenten etwas gutzumachen hat, der nicht gerade zu ihren Lieblingsgegnern zählt. Denn so muss er keine allzu großen Sorgen haben, dass sein mit 16:0-Punkten auf Platz eins stehendes Personal die Aufgabe gegen den Tabellenelften Biefang (5:11-Zähler) zu leicht nimmt.

Dazu gibt es nach Essers Ansicht auch keinen Grund. "Ich halte den TV Biefang für einen unbequemen Gegner, der besser ist, als es sein Tabellenstand aussagt. Wir müssen schon sehr konzentriert sein, wenn wir diese Aufgabe problemlos lösen wollen", sagt der HSG-Trainer. Für ihn zählt natürlich nur der neunte Sieg im neunten Spiel. Schließlich hat sich der Titelanwärter Nummer eins zum Ziel gesetzt, alle zehn Partien bis zur Winterpause für sich zu entscheiden. Esser: "Wenn uns das gelingt, könnte das schon eine kleine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft sein."

Zumal er damit rechnet, dass seine Mannschaft, in der einige Neuzugänge stehen, ihr Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft hat. "Denn man darf nicht vergessen, dass wir erst gut drei Monate in dieser Besetzung zusammenspielen. Da kann noch nicht alles rund laufen. Und wenn alles schon klappen würde, hätte ich als Trainer ja auch keine Arbeit mehr", sagt Esser.

Der SV Schermbeck, der in der Landesliga mit 2:14-Punkten auf dem vorletzten Platz steht, kassierte beim 29:34 beim SC Bottrop zwar die fünfte Niederlage in Folge. Doch für Trainer Rene Hoffmeister war die Partie wieder ein Schritt nach vorne. Schließlich hatte sein abstiegsgefährdetes Team gegen den Tabellendritten über weite Strecken mitgehalten. Entscheidend war am Ende, dass der SVS die ersten zehn Minuten nach der Pause verschlief.

"Wenn meine junge Mannschaft sich weiter so entwickelt, ist der Klassenerhalt zu schaffen", sagte Hoffmeister. Er tritt mit seinem Team morgen, 16.30 Uhr, beim Tabellenachten TV Jahn Hiesfeld II (9:7-Punkte) an. "Der Gegner ist sehr schwer einzuschätzen, weil er ständig in einer anderen Besetzung spielt. Ich hoffe, dass wir in dieser Begegnung den nächsten Schritt nach vorne machen", sagt Hoffmeister. Er weiß noch nicht, ob der SV Schermbeck mit seiner besten Mannschaft antreten kann. Denn am Dienstag fehlten vier Akteure wegen einer Grippe beim Training.

(RP)
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