Lokalsport: HSG gut vorbereitet gegen den TV Lobberich

Lokalsport : HSG gut vorbereitet gegen den TV Lobberich

Handball: Weseler Oberligist empfängt am Sonntag den Zehntplatzierten. Trainer Sven Esser hat die Pokalpleite längst abgehakt.

Die Schlappe im Kreispokal beim Verbandsligisten TV Jahn Hiesfeld (23:31) dient Sven Esser nicht als Maßstab. Vielmehr orientiert sich der Trainer des Handball-Oberligisten HSG Wesel an der ordentlichen Vorstellung seines Teams nur zwei Tage später beim Turnier in Haltern. "Wir sind ganz gut vorbereitet", sagt Esser denn auch. Nach der vierwöchigen Meisterschaftspause steigt der Neuling am Sonntag um 16 Uhr wieder ins Geschehen ein. In der Sporthalle Nord geht es für den Tabellenfünften (13:9-Punkte) gegen den auf Rang zehn platzierten TV Lobberich (9:13).

Dabei sieht der Weseler Trainer die Partie gegen Lobberich im Paket mit dem Gastspiel am 21. Januar (18 Uhr) bei TuS Lintorf. "Das sind zwei Mannschaften, die in der Tabelle unter uns stehen. Eines der beiden Spiele sollten wir mindestens gewinnen", fordert Esser. Nach Lintorf gehört auch die Hinrunde der Vergangenheit an. Der Weseler Übungsleiter will gegen die direkten Konkurrenten punkten, um dem Abstiegskampf erst gar nicht mehr nahezukommen. "Nach den Spielen könnten wir schon einen Tick schlauer sein, wohin unsere Reise geht", meint Sven Esser.

Dem Gast am Sonntag bescheinigt der HSG-Coach eine "unfassbare gute erste Sechs". Allerdings war der TV Lobberich im bisherigen Verlauf der Hinrunde wie auch die Weseler vom Verletzungspech arg gebeutelt. Niederlagen in der Schlussphase vieler Partien waren die Folge. "Deshalb müssen wir das Tempo recht hoch halten", sagt Sven Esser. Und wenn es erst ein Sieg im Endspurt wird, auch der käme der HSG sehr gelegen.

Denn die Weseler beschäftigen sich auch schon mit der Zukunftsplanung. Frühzeitige Planungssicherheit in Sachen Liga-Zugehörigkeit würde dabei weiterhelfen. Bis Ende Januar soll personell das grobe Gerüst stehen, bei den Aktiven haben die Verantwortlichen schon einmal vorgefühlt. "Der ein oder andere hat sich aber noch Bedenkzeit erbeten", erzählt Sven Esser, der neben seiner Funktion als Trainer auch Geschäftsführer bei der HSG Wesel ist. Er geht davon aus, dass darunter Kandidaten sind, die aus privaten oder beruflichen Gründen aufhören werden. Namen will Esser aber noch nicht nennen. Eines ist für ihn jedoch klar: "Es wird sicherlich personelle Veränderungen zur neuen Saison geben." Auf der Trainer-Position allerdings eher nicht. Er habe sich mit dem anderen Geschäftsführer der HSG, Michael Hillig, zwar noch nicht ausgetauscht, aber "ich gehe davon aus, dass das Gespräch eine kleine Formsache wird".

Die ist am Sonntag gegen den TV Lobberich nicht zu erwarten. "In dieser Klasse kann jeder jeden schlagen, mit Ausnahme des Tabellenführers DJK Adler Königshof", meint Esser. Deshalb müsse auch gegen Lobberich wieder alles abgerufen werden, wenn die Punkte in Wesel bleiben sollen. Von der in der Hinrunde großen Zahl an verletzten oder angeschlagenen Akteuren sind noch Richard Kalus (Mittelfußbruch) und Dominik Weber (Schulterprobleme) übrig geblieben. Tobias Hermann ist beruflich verhindert. Auch erkältungstechnisch hat es derzeit bis auf den HSG-Trainer niemanden erwischt.

(RP)
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