Handball: HSG darf sich keinen Fehler mehr erlauben

Handball : HSG darf sich keinen Fehler mehr erlauben

Handball-Landesligist HSG Wesel steht nach dem Verlust der Tabellenführung im Spiel in Rhede unter Druck. SV Schermbeck erwartet TV Biefang.

Trainer Sven Esser weiß, was die Stunde für die HSG Wesel geschlagen hat. "Wir dürfen uns jetzt keinen Fehler mehr erlauben", sagt der Coach des Handball-Landesligisten, der drauf und dran ist, die Chancen auf die Meisterschaft zu verspielen. Vier seiner sechs Partien im Jahr 2014 hat der Titelanwärter verloren. Am vergangenen Sonntag büßte er bei der 32:36-Heimniederlage gegen den TSV Bocholt die Tabellenführung an den Gegner ein. Die HSG Wesel hat damit im Kampf um die sofortige Rückkehr in die Verbandsliga, die das große Ziel ist, erst einmal alle Trümpfe aus der Hand gegeben.

Esser bleibt zwar zuversichtlich. "Es gibt bei nur einem Punkt Rückstand auf Platz eins auch keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken." Allerdings ist ihm klar, dass sein Team nun unter einem enormen Druck steht. "Jeder Punktverlust, den wir uns jetzt noch leisten, wird richtig weh tun. Denn wenn Bocholt weiter so gut spielt wie gegen uns, wird diese Mannschaft nur schwer von Platz eins zu verdrängen sein", sagt der Coach, der am Sonntag mit seinem Team eine hohe Hürde nehmen muss. Der Tabellenzweite (24:8-Punkte) tritt um 18.15 Uhr beim Siebten HC TV Rhede (18:14) an. Wie schwer diese Aufgabe ist, beweist die Tatsache, dass der neue Spitzenreiter TSV Bocholt erst vor zwei Wochen in Rhede mit 28:32 verloren hat.

"Wir wissen, was uns erwartet. Wir müssen schon eine gute Leistung zeigen, wenn wir in Rhede den Sieg schaffen wollen, den wir unbedingt benötigen", sagt Esser. Ein Grund zur Zuversicht ist, dass sich die HSG bei der Niederlage gegen Bocholt im Vergleich zu den Partien zuvor klar gesteigert hat. "Das war sicherlich eines unserer besten Spiele in dieser Saison. Nur war der Gegner noch einen Tick besser", sagt der Weseler Trainer, der alle Mann an Bord hat.

Der Vorletzte SV Schermbeck (3:29-Punkte) darf sich mittlerweile endgültig keine Chancen mehr auf den Klassenerhalt ausrechnen. "Wir sind auf Abschiedstour", sagt Trainer Rene Hoffmeister vor der Heimpartie gegen den Tabellenachten TV Biefang (17:15-Zähler), die morgen, 18 Uhr, in der Sporthalle an der Erler Straße angeworfen wird. Der SVS-Coach sieht sein Team nur in der Außenseiterrolle, zumal es in der Hinrunde eine 8:29-Niederlage setzte. "Damals haben wir uns von der robusten Spielweise des Gegners den Schneid abkaufen lassen. Wenn wir diesmal keinen Respekt zeigen, ist vielleicht eine Überraschung drin", sagt Hoffmeister.

(RP)
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