Hinrundenfazit zu Fußball-Bezirksligist Hamminkelner SV

Fußball : Hamminkelner SV will noch einmal durchstarten

Nach dem guten Saisonauftakt in der Bezirksliga brachen die Hamminkelner zeitweise ein. Personalmangel war der Hauptgrund. Das Team hat sich nun vorgenommen, den Klassenerhalt früh zu realisieren.

Etwas früher als geplant begann für den Fußball-Bezirksligisten Hamminkelner SV die Winterpause. Das bewegte sportliche Jahr sollte für den HSV mit dem Auswärtsspiel beim SV Fortuna Bottrop zu Ende gehen, doch das Wetter machte den Akteuren einen dicken Strich durch die Rechnung. Das Spiel fiel dem Dezemberregen und den fast winterlichen Rahmenbedingungen zum Opfer, wurde abgesagt und kurzerhand für Sonntag, 10. Februar, neu angesetzt.

Eine Woche vor dem offiziellen Start der zweiten Halbserie soll die Begegnung ausgetragen werden. Zumindest einer war darüber nicht sonderlich traurig, auch wenn die Pause nun eine Woche kürzer ausfällt. „Die Absage war aus unserer Sicht überhaupt kein Problem”, sagt HSV-Coach Michael Tyrann. „Im Grunde genommen war ich sogar ein wenig froh darüber.” Der Grund dafür ist offensichtlich. Mit Felix Paus (Knieverletzung), Tom Klump, Marius Laub (beide Adduktorenverletzungen), Niklas Hollenberg, Oliver Hooymann (beide Oberschenkelzerrung) und Oliver Baumann (Bänderdehnung) hätte er gleich auf sechs Stammkräfte verzichten müssen.

Nun ist die Hoffnung groß, dass zum Start der zweiten Saisonhälfte der Kader wieder vollzählig zur Verfügung steht. Mit Ausnahme von Marius Laub, dessen rätselhafte Adduktorenverletzung noch Fragen aufwirft, sollten sämtliche Akteure hinreichend Zeit haben, sich zu regenerieren. „Ich gehe davon aus, dass dann alle Mann wieder an Bord sein werden“, sagt der Trainer.

Angesichts der prekären Lage, in die sich der HSV in den ersten 18 Spielen dieser Saison gebracht hatte, wären damit die Voraussetzungen geschaffen, um den Kampf gegen den Abstieg endlich mit vollem Orchester angehen zu können. 21 Punkte sind es bislang nur geworden, die der Bezirksligist auf der Habenseite verbuchen konnte. „Es hätten aber locker auch einige mehr sein können, wenn das Verletzungspech uns nicht so hart getroffen hätte”, sagt Tyrann. „Was in voller Besetzung möglich ist, haben wir in den ersten Saisonspielen gesehen.” Mit zehn Punkten aus den ersten vier Begegnungen gehörte der HSV zu Beginn zu den Spitzenteams der Liga. Anders als in den beiden Spielzeiten zuvor, als das Team jeweils erst am letzten Spieltag den Klassenverbleib sichern konnte, schien man in Hamminkeln einer entspannten Runde entgegenzusehen.

Doch dann brachen ständig Spieler weg – und das in großer Zahl. Nicht selten fehlten dem Trainer zehn Mann aus seinem Kader, darunter auch Leistungsträger wie Peter Hütten, Tom Klump oder Maximos Fachantidis. „Das ist dann einfach zu viel für die Bezirksliga”, sagt Tyrann. Die verbliebenen Spieler taten ihr Bestes, doch war das nur in Einzelfällen gut genug, um zu punkten. Ganz schlimm war die Serie, als der HSV in sechs aufeinanderfolgenden Begegnungen ohne Torerfolg blieb. Aus der Spitzengruppe hatte man sich längst verabschiedet, die Abstiegszone rückte immer näher, ehe die Wende eingeleitet wurde. „Danach hatten wir eine Serie von fünf Spielen ohne Niederlage”, sagt der Coach.

Das Ziel für die zweite Saisonhälfte ist eindeutig. „Wir wollen so schnell wir möglich den Klassenverbleib sichern und dann schauen, was nach oben noch geht”, sagt Tyrann. Die Arbeit dafür beginnt am 13. Januar, wenn beim HSV der Auftakt zur Vorbereitung angesetzt ist. Nicht weniger als fünf Testspiele, unter anderem gegen den Landesligisten PSV Wesel, sollen dem Hamminkelner Fußball-Kollektiv dann die richtige Form für die noch anstehenden 16 Meisterschaftsspiele geben.

„Wir werden in der Zeit ganz sicher unsere Hausaufgaben machen. Wir wollen in der Tabelle noch drei, vier Plätze nach oben klettern“, sagt der Coach. Sein Optimismus ist ungebrochen – sein Arbeitseifer auch.

Fünfmal in der Woche will er sein Team um sich haben, wenn der Startschuss im Januar gefallen ist. „Von nix kommt nix”, so Tyranns Motto. „Wir kommen über unsere Kompaktheit und über unsere Leidenschaft. Und daran werden wir hart arbeiten. Wenn wir komplett und austrainiert sind, können wir gegen jeden Gegner in dieser Klasse gewinnen.”

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