Hinrunden-Fazit zu Tischtennis-Verbandsligist GW Flüren

Tischtennis : GW Flüren will noch einmal angreifen

Der Verbandsligist steht nach der Hinrunde auf Platz zehn. Der direkte Klassenerhalt scheint in dieser Saison besonders schwer zu werden. Die Mannschaft setzt ihre Hoffnungen auf das Erreichen der Relegationsrunde.

Wenn Wolfgang Gerth die Hinrunde in der Tischtennis-Verbandsliga Revue passieren lässt, denkt er zuallererst an Altenessen und Bottrop. Anfang Oktober verlor GW Flüren zuhause mit 7:9 gegen den TTV DJK Altenessen. Gerth gewann zwar das erste Doppel mit Thomas Christians, hatte dann aber in beiden Einzeln das Nachsehen. „Da habe ich zum falschen Zeitpunkt einen schlechten Tag erwischt“, sagt Gerth.

Die vermeidbare Niederlage gegen den Tabellenvierten wiegt allerdings bei weitem nicht so schwer wie das 7:9, das die Grün-Weißen Ende November gegen die DJK Olympia Bottrop quittieren mussten. Da führte GW Flüren mit 6:3 und war auf dem besten Wege, erstmals auf einen Relegationsplatz zu klettern. „Wir hatten die Partie im Griff und haben es dann nicht zu Ende gebracht“, sagt Gerth.

Die Winterpause verbringt GWF nun mit 6:16-Punkten auf Platz zehn. Der direkte Klassenerhalt wird, bedingt durch die Ligen-Reform, die der Verband in dieser Saison anstößt, nur schwer zu realisieren sein. Die Plätze acht und neun, die zur Teilnahme an der Relegation berechtigen, sind aber in Sicht- und Reichweite. Denn abgesehen von den ärgerlichen Spielausgängen gegen Altenessen und Bottrop zeigten sich die Flürener im Vergleich zur vergangenen Saison deutlich verbessert. Sie gewannen auswärts bei den Kontrahenten MTG Horst II (9:6) und Adler Union Frintrop II (9:7), zudem zuhause gegen Frintrop (9:3). „Wir sind bei der Musik und haben es in der Rückrunde selbst in der Hand, uns noch um einen oder zwei Platz zu verbessern“, sagt Spitzenspieler Wolfgang Gerth.

Ob das gelingt, wird vor allem davon abhängen, wie gut das Team seine Hausaufgaben erledigt. In sieben von elf Spielen genießen sie Heimrecht. Damit die Relegationsrechnung aufgeht, müssen gegen Horst II, den SuS Bertlich und Frintrop II Siege her. Und dann braucht es noch ein oder zwei weitere Erfolge, etwa gegen den TTC Bottrop oder in den Auswärtsspielen bei Frintrop I und Olympia Bottrop. „Wir müssen ein dickes Brett bohren“, sagt Wolfgang Gerth. „Es kann klappen, aber es muss schon sehr gut laufen.“

Falls der Klassenerhalt nicht gelingt, geht in Flüren die Welt auch nicht unter. Denn im Gegensatz zu einigen Kontrahenten, die ihren Spielern mitunter stattliche Aufwandsentschädigungen zahlen, spielen die Flürener allein aus Spaß am Sport.

„Bei uns im Verein wird jeder gleich behandelt. Egal, ob Mann oder Frau, jung oder alt, erste oder fünfte Mannschaft“, sagt Wolfgang Gerth. „Wir geben unser Bestes. Wenn es dann nicht reicht, ist das bei allem Ehrgeiz kein Beinbruch. Auch in der Landesliga wird sehr anständig Tischtennis gespielt.“

Einzelbilanzen: 1. Wolfgang Gerth 12:9, 2. Thomas Christians 3:17, 3. Leon Becks 8:10, 4. Torsten Lantermann 4:12, 5. Michael Gerth 6:10, 6. Holger Kähler 7:9.
Doppelbilanzen: W. Gerth/Christians 9:5, Lantermann/M. Gerth 3:8, Becks/Kähler 3:8.

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