Hinrunden-Fazit zu Fußball-Bezirksligist TuS Gahlen

Fußball: TuS Gahlen will an seiner Auswärtsschwäche arbeiten

Der Bezirksligist überwintert auf dem 13. Platz. Fünf Punkte Vorsprung hat der Aufsteiger auf die Abstiegszone. Trainer Dirk Cholewinski, Nachfolger von Björn Bennies, spricht von einer durchwachsenen Hinrunde.

Erst turbulent, dann wechselhaft: So könnte man den Verlauf der Saison für den Fußball-Bezirksligisten TuS Gahlen bis zur Winterpause in Kürze zusammenfassen. Etwas mehr als die Hälfte der Spielzeit liegt bereits hinter dem Aufsteiger, der nach 17 Spieltagen und 18 gewonnenen Punkten eine durchwachsene Bilanz aufweist. Doch auch wenn das Team von Trainer Dirk Cholewinski derzeit über ein Fünf-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge verfügt, hält sich die Zufriedenheit bei Trainer und Team in Grenzen. „Die Punkteausbeute ist nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt haben”, sagt der Coach rückblickend. „Aber das mag daran liegen, dass wir zu Beginn eine Eingewöhnungsphase hatten.”

Schuld daran war der ebenso ungewöhnliche wie unerwartete Rücktritt des Trainers Björn Bennies vor dem Beginn der Saison. Der 37-Jährige, der noch in der Spielzeit zuvor den TuS in die Bezirksliga geführt hatte, verabschiedete sich nach der kompletten Vorbereitung und wurde schon im ersten Saisonspiel bei Adler Buldern (4:1) von seinem Co-Trainer Georg Geers vertreten. Bennies führte damals berufliche Gründe für seine plötzliche Entscheidung an. „Ich bin von meinem Arbeitgeber so sehr eingebunden, dass ich das Traineramt in dieser Form nicht mehr ausführen kann”, hatte er dem Vorstand damals mitgeteilt.

Die Verantwortlichen des TuS Gahlen handelten rasch und präsentierten schon bald mit Dirk Cholewinski einen Nachfolger, der seit dem vierten Spieltag die sportliche Verantwortung trägt. Mal mit Glück, mal mit Pech, aber stets mit wechselndem Erfolg. Einem herausragenden Ergebnis wie dem Heimsieg gegen den damaligen Tabellenführer Vorwärts Epe (3:1) folgten immer wieder auch unerwartete Niederlagen in Spielen gegen Teams, mit denen sich die Gahlener auf Augenhöhe wähnten.

Der Tiefpunkt war dann sicherlich die ärgerliche 1:2-Niederlage im Heimspiel gegen das Schlusslicht Adler Weseke, dem bis heute einzigen Sieg der Gäste. „Uns hat in der Hinrunde sicher die Konstanz gefehlt”, sagt Cholewinski, der dafür aber nicht zuletzt auch ein ungewöhnliches Verletzungspech verantwortlich macht: „Ich musste von Woche zu Woche das Team auf zwei oder drei Positionen verändern und dabei auch die Viererkette immer wieder umstellen. Dann fehlt es an der erforderlichen Sicherheit.” Insofern ist das Zwischenergebnis aus Sicht des Aufsteigers „durchwachsen. Wir haben unser Soll erfüllt, es hätte aber auch ein wenig mehr sein können”, so der Trainer.

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Immerhin machen die ersten beiden Rückrunden-Spieltage, die noch vor der Winterpause ausgetragen wurden, dem TuS viel Mut. Der Start in Buldern – laut Cholewinski ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel – wurde mit 2:1 gewonnen. In der darauffolgenden Heimpartie gegen den Tabellenführer Rot-Weiß Deuten lieferte der TuS seine bislang beste Saisonleistung ab, musste sich aber nach einem höchst umstrittenen Strafstoß in der sechsten Minute der Nachspielzeit mit einem 3:3 zufriedengeben. „Darüber bin ich stocksauer”, sagte Cholewinski damals nach Spielende. „Das war eine krasse Fehlentscheidung.”

Der Trend aber stimmt: In der zweiten Hälfte der Spielzeit 2018/19 ist der TuS Gahlen ungeschlagen. Und genau dort möchte Cholewinski am Sonntag, 17. Februar, im Auswärtsspiel um 15 Uhr beim Tabellennachbarn SF Merfeld anknüpfen, wenn der Liga-Betrieb wieder Fahrt aufnimmt. Mit einem Sieg könnte sich der TuS auf Sicht erst einmal aus der Abstiegszone verabschieden.

Schon am kommenden Dienstag beginnt für das Team die harte Arbeit in der Vorbereitung, in der zudem Testspiele daheim gegen Westfalia Langenbochum (20. Januar, 14.30 Uhr), beim TuS Velen (27. Januar, 14.30 Uhr), daheim gegen Concordia Flaesheim (3. Februar, 14.30 Uhr) und ebenfalls zuhause gegen den RC Borken-Hoxfeld (9. Februar, 14.30 Uhr) auf dem Programm stehen. „Wir müssen uns vieles hart erarbeiten, weil wir in dieser Liga kein Team an die Wand spielen werden. Aber kämpferisch können wir mit jedem Gegner mithalten. Und genau das werden wir in die Waagschale werfen und in Punkte verwandeln”, sagt Cholewinski.

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